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Bei diesen Discountern können Sie per Kreditkarte zahlen

29.06.2015 - 16:23

Kreditkarten verbindet man mit Exklusivität und einem zahlungskräftigen Publikum. Discounter hingegen ziehen eher Sparfüchse an. Immer mehr Billigketten ermöglichen jetzt auch die Zahlung per Kreditkarte. Wie das zusammenpasst und wo Sie bereits heute mit Plastikgeld bezahlen können.

Jahrelang wurde die Zahlung per Kreditkarte von den Discountern boykottiert, plötzlich führt eine Billigsupermarkt-Kette nach der anderen diese Zahlweise ein. Zufall? Wohl kaum. Den Grundstein für diese Entwicklung legte das Europaparlament im März dieses Jahres. Die Obergrenze für Kreditkartengebühren wurde auf 0,3 Prozent festgesetzt. Vorher lagen die durchschnittlichen Gebühren in Deutschland bei über zwei Prozent, seit der Deckelung ist die Zahlung per Kreditkarte nun also auch für Discounter attraktiv.
Die Discounter überbieten sich aktuell förmlich bei der Einführung der Kreditkartenzahlung. Das hat noch einen weiteren Grund: Für Medien ist diese Neuerung interessant, wer die Zahlung per Kreditkarte einführt, über den wird berichtet.

Diese Discounter akzeptieren Visa- und MasterCard-Kreditkarten

Kreditkartenzahlung beim Discounter
Netto akzeptiert schon heute MasterCard und Visa-Kreditkarten.
Netto kündigte die Einführung der bundesweiten Akzeptanz von Visa- und MasterCard-Kreditkarten heute als letzter an, ist damit aber dennoch der erste Billig-Supermarkt, der die Kreditkartenzahlung flächendeckend anbietet. Denn ab sofort kann in allen 4.170 Netto-Filialen in Deutschland per Kreditkarte bezahlt werden. Lidl und Kaufland sind ein wenig später dran: Beide Ketten nehmen erst zwei Tage später, ab dem 1. Juli, MasterCard- und Visa-Kreditkarten an.

Aldi Nord und Aldi Süd haben angekündigt, künftig auch Kreditkarten akzeptieren zu wollen. Die Umstellung beginnt bereits, wird aber aller Voraussicht nach noch bis September dauern. Der Discounter Penny hingegen akzeptiert nach wie vor keine Zahlung per Kreditkarte, ebenso verhält es sich mit Norma.
Die teureren Supermarktketten Edeka, Real und Rewe bieten bereits seit Längerem die Zahlung per Kreditkarte an.

Bei diesen Ketten können Sie kontaktlos bezahlen

Während die Einführung der Kreditkartenzahlung bei Aldi noch etwas dauert, ist Aldi Nord dafür in einem anderen Bereich Vorreiter: Bereits seit Anfang Juni kann bei diesem Discounter kontaktlos bezahlt werden. Allerdings akzeptiert Aldi Nord nur kontaktlose Debitkarten sowie die kontaktlose Zahlung per Smartphone, NFC-fähige Kreditkarten werden hingegen derzeit noch nicht angenommen. Die Bezahlung per Near Field Communication spart einiges an Zeit: Die Debitkarte oder das Smartphone werden lediglich kurz an das Terminal gehalten, die Zahlungsdaten werden dann verschlüsselt innerhalb weniger Sekunden per Funk übertragen. Statt mühsam nach Kleingeld zu kramen, können Verbraucher dank der NFC-Technik Beträge bis zu 25 Euro ohne Unterschrift oder PIN-Eingabe innerhalb weniger Augenblicke bezahlen – Warteschlangen sollen so bald der Vergangenheit angehören.

In zahlreichen weiteren Ketten in Deutschland können Verbraucher ebenfalls schon kontaktlos bezahlen. Beispielsweise bieten die Elektronikmärkte Media Markt und Saturn, die Buchhandlung Thalia, die Restaurantkette Vapiano, die Parfümeriekette Douglas, die Supermarktkette Tengelmann sowie die Bäckereikette Kamps die Zahlung NFC-Technik an. Einziger Unterschied zu Aldi Nord: In allen genannten Filialen kann auch kontaktlos per Kreditkarte bezahlt werden – nicht nur per Smartphone oder Debitkarte.

Deutschlandweit gibt es rund 650.000 Zahlungsterminals in Supermärkten, Kleidungsgeschäften, Läden und Tankstellen. Bis 2018 werden Verbraucher flächendeckend an allen Karten-Akzeptanzstellen kontaktlos bezahlen können, bereits jetzt werden alle Terminals, die ausgetauscht werden müssen, standardmäßig von NFC-fähigen Geräten ersetzt.

(bm)

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