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Die modernsten Bezahlmethoden der Gegenwart (Teil 3)

21.03.2014 - 14:30

Die digitale Brieftasche, Kryptowährungen oder kontaktlose Bezahlung: Diese Zahlweisen klingen wie Zukunftsmusik – sind sie jedoch nicht. Ein Überblick über das, was heute schon möglich ist.

In den ersten beiden Teilen der Artikelreihe haben wir Ihnen die kontaktlose Bezahlung per Kreditkarte und Mobile Payment vorgestellt. Doch die Liste moderner Bezahlmethoden wäre nicht komplett ohne innovative Konzepte wie die digitale Brieftasche oder Kryptowährungen. Erfahren Sie hier, was heute schon möglich ist.

Digitale Brieftasche ab Mitte 2014 in Deutschland

Während die digitale Brieftasche in Deutschland noch auf sich warten lässt, zahlen etwa die Briten schon seit Juli 2013 mit der MasterPass Wallet genannten Lösung von MasterCard. Voraussichtlich ab Mitte des Jahres 2014 wollen dann auch in Deutschland Tausende Händler diese Zahlweise anbieten. MasterPass Wallet wurde von der Kreditkartengesellschaft MasterCard zusammen mit dem E-Payment-Spezialisten Worldline entwickelt. Die Idee: Sämtliche Lieferdaten und Zahlungsinformationen werden sicher und zentral online gespeichert. Verbraucher müssen sich so nicht mehr umständlich in jedem einzelnen Onlineshop neu registrieren und ihre Daten eingeben.

Beim Onlineshopping reicht künftig ein Klick auf das MasterPass Wallet-Symbol – und  schon ist das Produkt bezahlt. Der Onlinehändler erhält zudem alle relevanten Informationen zur Lieferung. Auch der MasterCard-Konkurrent Visa hat ein vergleichbares Modell entwickelt. Die digitale Brieftasche von Visa heißt V.me und soll dem Unternehmen zufolge ab dem vierten Quartal in Deutschland verfügbar sein. Die digitale Brieftasche soll den Einkauf im Internet für Verbraucher nicht nur bequemer, sondern auch sicherer gestalten, da die Zahldaten des Karteninhabers nicht an den Händler übermittelt werden. Wer diese Zahlweise künftig nutzen möchte, benötigt eine Kreditkarte mit dem MPass- oder V.me-Logo.

Kryptowährungen: Von Bitcoin bis Dogecoin

Mining: So entsteht die Kryptowährung Bitcoin, mit der problemlos im Internet bezahlt werden kann.
Bitcoin ist die erste öffentlich gehandelte Kryptowährung und derzeit auch die bekannteste. Bitcoin ist ein im Jahr 2007 erfundenes und 2009 etabliertes, internationales Zahlungssystem, das unabhängig von Regierungen oder Banken funktioniert. Kryptowährungen haben mit dem herkömmlichen Geld gemein, dass auch sie keinen inneren Wert haben – im Gegensatz zu beispielsweise Goldmünzen. Man spricht hier von sogenanntem Fiatgeld. Anders als beispielsweise der Euro oder US-Dollar sind Kryptowährungen privat geschöpftes Geld, das nicht zentral verwaltet wird.

Die Deutsche Bundesbank warnt aus diesem Grund vor der Digitalwährung Bitcoin und bezeichnet diese als „Hacker-Währung“. Bitcoins seien kein Zahlungsmittel, sondern ein hoch spekulatives Finanzinstrument, sagte etwa Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele. Als Anlass für diese Stellungnahme gelten die Probleme mehrerer Internetbörsen für Bitcoins, wie beispielsweise die nun insolvente Börse Mt.Gox. Wer die Währung Bitcoin als volatil beschreibt, hat sicherlich recht: Der Wert digitaler Währungen ist oft starken Schwankungen unterworfen. Während beispielsweise ein Bitcoin im Dezember 2012 noch 13 US-Dollar kostete, schnellte der Kurs Ende des vergangenen Jahres auf über 1.140 US-Dollar hoch und kostet aktuell (Stand 20.03.20014) knapp 600 US-Dollar. Im Prinzip sind Bitcoins nur Datenpakete aus Zahlen und Buchstaben, die von Hochleistungscomputern erstellt werden. Man spricht bei der Schöpfung von Bitcons vom sogenannten „Mining“. Die Anzahl der Bitcoins ist auf maximal 21 Millionen begrenzt.

Neben Bitcoin gibt es noch viele weitere Kryptowährungen. Schätzungen zufolge sind es aktuell etwa hundert. Eine der jüngsten ist Dogecoin. Ursprünglich als Parodie auf Bitcoin gedacht, erfreut sich diese virtuelle Währung großer Beliebtheit. Gemessen an der Marktkapitalisierung ist Dogecoin heute bereits die sechswertvollste Kryptowährung weltweit. Sowohl der Name als auch das Logo der Münze basieren auf dem Internet-Phänomen, auch Meme genannt, namens Doge. Während Bitcoin bei der Zahlung im Internet sehr verbreitet ist und es etwa in Zürich sogar schon Bitcoin-Geldautomaten gibt, kann Dogecoin hier noch nicht ganz mithalten. Dennoch haben die Währungen mittlerweile ihr Nerd-Image etwas verloren und werden auch von offiziellen Stellen immer ernster genommen. Beispielsweise plant New York als erster US-Staat die Regulierung von digitalen Währungen wie Bitcoin. In der zweiten Jahreshälfte soll ein Entwurf für ein Regelwerk vorgelegt werden und so kontrollierte Bitcoin-Handelsplätze geschaffen werden. Wo mit Kryptowährungen bezahlt werden kann, verraten Internetseiten wie coinmap.org oder bitcoinshop.us.

Die Bezahlmethoden in der Übersicht

ZahlweiseBeispielAkzeptanzOnline oder im Ladengeschäft?
KryptowährungBitcoin, Dogecoin, LitecoinLadengeschäft-Übersicht: coinmap.org/Online-Shop (Beispiel): bitcoinshop.usOnline und im Ladengeschäft
Digitale BrieftascheMpass Wallet (MasterCard), V.me (Visa)4.000 Onlinehändler in EuropaOnline
KreditkarteVerschiedene AnbieterÜber 30 Millionen Akzeptanzstellen weltweit und in 75% aller OnlineshopsOnline und im Ladengschäft
Kontaktlos Bezahlen per KreditkarteDKB Cash Visa, comdirect Visa35.000 Akzeptanzstellen in Deutschland, etwa 1,3 Millionen europaweitIm Ladengeschäft(Online in Entwicklung)
Kontaktlos Bezahlen per SmartphoneMpass (MasterCard und O2), Smartpass (Visa und Vodafone)35.000 Akzeptanzstellen in Deutschland, etwa 1,3 Millionen europaweitIm Ladengeschäft
Die modernsten Bezahlmethoden der Gegenwart (Teil 1): Kontaktlose Bezahlung Die modernsten Bezahlmethoden der Gegenwart (Teil 2): Mobile Payment Die modernsten Bezahlmethoden der Gegenwart (Teil 3): MasterPass Wallet, V.me und Krypotowährungen Die modernsten Bezahlmethoden der Gegenwart (Teil 4): Apple Pay Die modernsten Bezahlmethoden der Gegenwart (Teil 5): High-Tech-Kreditkarten (bm)

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