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Weihnachtsgeschenke nur im Notfall über Kredit finanzieren

06.12.2013 - 16:00

Anstatt gemütlich zu Hause zu sitzen und Weihnachtsplätzchen zu knabbern oder auf dem Weihnachtsmarkt einen Glühwein zu schlürfen, befinden sich viele Deutsche aktuell in der stressigsten Zeit des Jahres: Es sind noch knapp zweieinhalb Wochen bis Weihnachten und bei vielen wächst die Zeitnot, rechtzeitig noch alle Geschenke zu besorgen. Neben der Zeit wird jedoch auch bei vielen Verbrauchern kurz vor Weihnachten das Geld knapp, die noch fehlenden Präsente überhaupt zu bezahlen.

Beim Thema Weihnachtsgeschenke lassen sich die Deutschen nicht lumpen – laut einer aktuellen Umfrage will jeder Bundesbürger in diesem Jahr Geschenke im Wert von insgesamt 300 Euro kaufen. Damit die üppigen Weihnachtsgeschenke nicht zur Schuldenfalle werden und die schönen Geschenke unterm Baum nicht noch die kommenden Jahre bezahlt werden müssen, sollten Verbraucher verschiedene Regeln beachten.

So geraten Sie nicht in die Schuldenfalle „Weihnachten“

So tappen Sie nicht in die Weihnachts-Schuldenfalle
Generell ist es nicht ratsam, kurzfristige Vermögenswerte, wie beispielsweise Geschenke, über eine langfristige Finanzierung, wie beispielsweise einen Kredit zu kaufen. Im schlimmsten Fall werden die Präsente dann noch abbezahlt, wenn das nächste Weihnachtsfest schon wieder vor der Türe steht. Um bereits im Vorfeld zu verhindern, dass der Geschenkemarathon zur Schuldenfalle wird, sollten Verbraucher sich bereits vor dem Gang ins Kaufhaus ein begrenztes Budget setzen, dass in diesem Jahr für alle Geschenke reichen muss.

Zudem ist es ratsam, gezielt zu planen, welche Geschenke für welche Person gekauft werden sollen und für den Kauf direkt einen geeigneten Zeitpunkt festzulegen. Nur auf diese Weise können Spontankäufe und zusätzliche Präsente, die nicht im Budget liegen, vermieden werden.

Weihnachtsgeschenke sollten außerdem möglichst nicht mit der Kreditkarte, sondern bar bezahlt werden. Nur wer sich vor dem Einkaufsbummel einen bestimmten Geldbetrag von seinem Girokonto abhebt und auch nur diesen Betrag für die geplanten Geschenkeinkäufe ausgibt, behält einen Überblick über die getätigten Ausgaben. Andernfalls droht bei der nächsten Kreditkartenabrechnung das böse Erwachen und eine satte Rechnung.

Verbraucher, die sich dann dafür entscheiden, die Kreditkartenrechnung aufgrund des finanziellen Engpasses in Raten zu zahlen, müssen mit Effektivzinsen in Höhe von zehn bis sogar zwanzig Prozent rechnen – damit werden die schönen Geschenke für Freunde und Familie schnell zur dauerhaften, finanziellen Belastung.

Im Notfall: Geschenke lieber über Ratenkredit als teuren Dispo finanzieren

Obwohl wir zwar generell davon abraten, Weihnachtsgeschenke über einen Ratenkredit zu finanzieren - gibt es jedoch eine Ausnahme: Wenn das Geld für Weihnachtsgeschenke aktuell wirklich nicht reicht, man den Liebsten jedoch eine ganz besondere – und teure – Freude unter den Weihnachtsbaum legen möchte, sollten die Präsente dennoch nicht über den teuren Dispokredit finanziert werden.

Diese Finanzierungsart reißt Verbraucher aus zwei Gründen schnell in die Schuldenfalle: Zunächst werden für einen Dispokredit extrem hohe Zinsen fällig – laut einer Studie der Finanztest aus diesem Jahr verlangen deutsche Banken durchschnittlich elf Prozent Zinsen für den unkomplizierten Überziehungskredit. Zudem ist das Risiko einer langfristigen Verschuldung bei der Überziehung des Dispokredites besonders hoch, da bei diesem Kredit keine monatlichen Raten zur Rückzahlung der Geldschuld vereinbart werden. Anders, als bei einem normalen Ratenkredit zahlt der Kunde den Dispokredit daher nicht so schnell wie möglich wieder an die Bank zurück, um schuldenfrei zu sein.

Wenn die Kosten für Weihnachtsgeschenke das aktuelle Budget überschreiten, sollten Verbraucher in diesem Fall lieber einen Kleinkredit bei einer Direktbank aufnehmen, um die anfallenden Zahlungen zu begleichen. Kleinkredite können in der Regel ab einem Betrag von 1.000 Euro bei der Bank aufgenommen werden. Bei Direktbanken, die ihre Finanzprodukte ausschließlich über das Internet vertreiben, sind die Zinsen für diese Darlehen zudem deutlich niedriger als bei Filialbanken.

Über den kostenlosen und unverbindlichen Kreditvergleich von CHECK24 können Verbraucher aktuell einen Kredit in Höhe von 1.000 Euro zu einem Zinssatz von nur 2,89 Prozent effektiv aufnehmen. Die monatliche Tilgungsrate bei einer Laufzeit von zwölf Monaten beträgt in diesem Fall 84,63 Euro. Nach einem Jahr hat der Kunde den gesamten Kredit an die Bank getilgt und musste hierfür lediglich Zinszahlungen in Höhe von 15,52 Euro aufbringen.

Alternativ würde die Überziehung des Dispokredites in der gleichen Höhe für den gleichen Zeitraum aufgrund der hohen Zinsen eine monatliche Rückzahlungsrate in Höhe von 88,14 Euro erfordern – nach einem Jahr ist der Verbraucher zwar schuldenfrei, hat bei dieser Kreditart jedoch insgesamt Zinsen in Höhe von  57,68 Euro gezahlt.

RatenkreditKostenDispokreditKosten
Kreditbetrag1.000 €Kreditbetrag1.000 €
Zinssatz eff.2,89 %Zinssatz eff.11,00 %
Tilgungsrate84,63 €Tilgungsrate88,14 €
Zinszahlungen ges.15,52 €Zinszahlungen ges.57,68 €
Gesamtkosten1.015,52 €Gesamtkosten1.057,68 €
Durch die Aufnahme und zeitnahe Tilgung des Geldbetrages über einen Raten- bzw. Kleinkredit spart der Kunde durch die niedrigeren Zinsen Zahlungen in Höhe von 42,16 Euro.

Erneut möchten wir jedoch betonen, dass der Kauf von Weihnachtsgeschenken über einen Kredit stets als letzte aller möglichen Finanzierungen in Betracht gezogen werden sollte. Um den Weihnachts-Engpass zu überbrücken, besteht zudem oftmals die Möglichkeit, den fehlenden Geldbetrag zinsfrei bei Bekannten oder Verwandten zu leihen.

Verbraucher, die aufgrund von übermäßigen oder ungeplanten Käufen und Anschaffungen bereits in die Schuldenfalle geraten sind, finden bei staatlichen und privaten Schuldnerberatungen Hilfe. Hier haben wir eine große Anzahl an Beratungseinrichtungen in Deutschland für Sie zusammengestellt.

(as)

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