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Weihnachtsgeschenke besser nicht auf Pump kaufen (1)

11.12.2014 - 17:00

Anstatt sich in den Wochen vor Weihnachten gemütlich zu Hause einzunisten und Unmengen an Plätzchen zu essen, schiebt sich die Mehrheit der Deutschen durch die Einkaufszentren der Republik. Da die Gelegenheit günstig ist, bieten die Händler ihren Kunden zur Weihnachtszeit nicht nur ein großes Warenangebot, sondern auch verschiedene (mehr oder weniger) günstige Finanzierungen für eben diese Produkte. Warum wir raten, Weihnachtsgeschenke besser nicht auf Pump zu kaufen, lesen Sie hier.

Bei der Finanzierung von Weihnachtsgeschenken verhält es sich grundsätzlich ähnlich wie bei der Suche nach dem passenden Geschenk für die Lieben: In beiden Fällen zahlt es sich meist aus, nicht gleich das erstbeste Angebot anzunehmen. Doch die Verlockung ist groß: Die neue Spielekonsole über eine Null-Prozent-Finanzierung, für die Hightech-Elektronik einfach schnell das Girokonto überziehen – wenn die eigenen Ersparnisse nicht ausreichen, gibt es an jeder Ecke verschiedene Bezahlmöglichkeiten. Doch insbesondere der Kauf von Weihnachtsgeschenken über Dispo und Null-Prozent-Finanzierung erweist sich im Nachhinein meist als nicht besonders glücklich.

Kostenfalle Null-Prozent-Finanzierung

Trotz aktuellem Niedrigzins gilt beim Geschenkekauf: Nur Bares ist Wahres!
Wer will, der kriegt: Und zwar nicht nur das neueste Handy, eine Top-Kamera oder einen riesigen Fernseher – sondern die Gratis-Finanzierung direkt obendrauf! Null-Prozent-Finanzierung heißt in diesem Fall das Zauberwort, mit dem Möbel, Elektronik oder gar Autos auch ohne Ersparnisse gekauft werden können. Doch ganz so einfach und günstig, wie oftmals in der Werbung angepriesen, sind die Gratis-Finanzierungen im Handel leider nicht.

Seit Oktober dieses Jahres ist aufgrund eines aktuellen Urteils des Bundesgerichtshofes ein weiterer, entscheidender Nachteil der Null-Prozent-Finanzierung hinzugekommen: Anders als beim Kauf über ein normales Bankdarlehen gelten bestimmte Verbraucherrechte bei der Gratis-Finanzierung nicht mehr. So muss ein Verbraucher die Raten der Gratis-Finanzierung auch dann bezahlen, wenn der Kaufvertrag der zu finanzierenden Ware aufgehoben wurde – beim Kauf über einen normalen Ratenkredit müsste der Kunde diese Raten indes nicht bezahlen. Weitere Informationen zu den Auswirkungen des aktuellen BGH-Urteils haben wir für Sie zusammengefasst.

Vor dem Abschluss einer Gratisfinanzierung lieber Preise vergleichen

Zudem ermittelten verschiedene Verbraucherzentralen in der Vergangenheit bereits, dass der Kauf einer Ware über die Null-Prozent-Finanzierung meist deutlich teurer ist, als über einen normalen Ratenkredit von der Bank. Hierfür gibt es meist zwei Gründe: Einerseits lauern bei kostenlosen Händlerfinanzierungen versteckte Kosten in Form von Kontoführungsgebühren oder Versicherungen, die aus der scheinbar kostenlosen Finanzierung schnell einen Kredit mit tatsächlich zweistelliger Verzinsung werden lassen. Andererseits bedeutet der Kauf einer Ware über die Null-Prozent-Finanzierung zudem nicht unbedingt, dass der Kunde das Produkt auch tatsächlich besonders günstig erhält – oftmals lohnt sich ein Preisvergleich im Internet, um das gleiche Produkt ohne Gratis-Finanzierung deutlich günstiger zu kaufen.

Besonders häufig tappen die Deutschen beim Geschenkekauf auch in die Dispo-Falle. Welche Nachteile der Kauf über die Kontoüberziehung mit sich bringen kann und wie Sie verhindern, sich für Weihnachtsgeschenke zu verschulden, lesen Sie hier. (as)

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