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Trotz VKR werden Kredite noch immer unseriös beworben

14.09.2011 - 18:04

Erneut richten Verbraucherschützer ihr wachsames Auge auf die Vermarktungsformen von Krediten. Jüngst erregte ein E-Mail-Provider Unmut, da dieser trotz EU-Verbraucherkreditrichtlinie (VKR) unseriös Kredite seines Kooperationspartners bewarb – Angaben zum Jahreseffektivzins blieben aus. Diese Regelung soll die Kreditwerbung zum Schutz der Verbraucher überwachen und regeln.

In Zukunft soll das noch verstärkt werden. Denn Verbraucherschützer führen die bundesweit steigende Zahl von Insolvenzen auf eine unzureichende Kontrolle der Kreditwerbung zurück. Gerd Billen vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) sagt: „Um eine effektive Überwachung der Kreditwerbung zu gewährleisten, sollte die Aufsicht von den bisher zuständigen regionalen Preisbehörden der Bundesländer zur Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wandern.”

Gesetzliche Pflichtangaben der VKR

Das Ziel der EU-Verbraucherkreditrichtlinien ist dem Verbraucher beim Abschluss eines Kreditvertrags Rechtssicherheit und Schutz zu gewährleisten. Am 11. Juni 2010 wurden die VKR von der Europäischen Kommission auf den Weg gebracht. In der Preisangabeverordnung § 6a PAngV wird die Bewerbung von Krediten geregelt. Demnach muss der Werbende den Kredit in klarer, auffallender und verständlicher Weise präsentieren. Wenn die Bank mit Zahlen wirbt, die die Kosten betreffen (Zinssätze, Monatsraten etc.), muss der Verbraucher über die Kosten bei Vertragsschluss aufgeklärt werden. Dabei muss erwähnt werden, ob der Sollzins während der Laufzeit fest oder ungebunden ist. Außerdem wird der effektive Jahreszins als Zweidrittel-Zins angegeben – dabei handelt es sich um den Zinssatz, den im Schnitt zwei Drittel der Kunden bei der werbenden Bank erhalten. Der Wert wird auf Grundlage der Erfahrung des Kreditgebers erstellt. Die Bezugsgrößen bilden hier die durchschnittliche Laufzeit und der Gesamtkreditbetrag sowie die Kreditart.

Bedingte Pflichtangaben der VKR

Sofern für den beworbenen Kredit erforderlich, muss die betreffende Bank auf den obligatorischen Abschluss eines Versicherungsvertrags oder einer Zusatzleistung hinweisen. So muss klar signalisiert werden, dass der Vertrag verpflichtend ist, wenn die Kosten im Vorfeld nicht bestimmbar sind. Auch hier gilt: Diese Bedingung muss klar und verständlich gemeinsam mit dem Jahreseffektivzins hervorgehoben werden. Zusätzlich müssen Kreditinstitute angeben, ob dem Kreditabschluss weitere Voraussetzungen zu Grunde gelegt werden – das bezieht sich auf die Vertragslaufzeit, bei Teilzahlungsgeschäften nach § 506 Abs. 3 BGB auf die Sache der Dienstleistung, den Barzahlungspreis sowie den Anzahlungsbetrag und gegebenenfalls auf den Teilzahlungs- und Gesamtbetrag.

Seriöse Kreditwerbung bei CHECK24

Im Kreditvergleich von CHECK24 erhalten Verbraucher alle relevanten Informationen, die vor Abschluss eines Kreditvertrags erforderlich sind. Alle Angaben werden darin offengelegt. Somit kann sich der Kunde unverbindlich kundig machen, bevor er sich für ein Angebot entscheidet. Kredite sollten im Vorfeld immer genau verglichen werden – ganz gleich, in welcher Form die Reklame der Finanzprodukte überwacht wird.

(sb)

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