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Tipp zum Geld sparen: Schulden Sie den Dispokredit um

28.12.2012 - 17:50

Der Weihnachtsrausch ist vorbei und was bleibt ist ein dicker Kater: Denn einige Verbraucher haben beim Geschenkekauf tief in die Tasche gelangt und ihr Konto überzogen. Das geht aus einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hervor. Befindet sich Ihr Girokonto dauerhaft im Minus, wird das teuer: Denn für den Dispokredit  - auch als eingeräumte Kontoüberziehung bezeichnet – werden hohe Zinsen fällig. Laut Stiftung Warentest verlangen Banken dafür bis zu 14,75 Prozent Zinsen im Jahr. Ratenkredite sind dagegen günstiger – was eine Umschuldung nahelegt.

Im Kreditvergleich von CHECK24 beträgt der durchschnittliche Zinssatz für einen Kredit mit einem Ausleihvolumen von 2.000 Euro und einer Laufzeit von zwölf Monaten 4,77 Prozent effektiv im Jahr. Zum Vergleich: Nach einer Untersuchung der Stiftung Warentest lag der durchschnittliche Zinssatz für den Dispokredit zuletzt bei elf Prozent.

Verbraucherschützer bemängeln, dass Banken die günstigen Refinanzierungsbedingungen nicht an die Kunden weitergeben. Die Kreditinstitute können sich derzeit zum Leitzinssatz von 0,75 Prozent Geld bei der Europäischen Zentralbank (EZB) leihen. Um profitabel arbeiten zu können, würde für die eingeräumte und geduldete Kontoüberziehung nach Meinung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) ein Zinssatz um die zehn Prozent im Jahr ausreichen. Von einer geduldeten Überziehung ist die Rede, wenn auch der Disporahmen überzogen wird – das wird dann noch teurer.

Mit einer Dispo-Umschuldung sparen

Eine einfache Rechnung verdeutlicht die Höhe der Mehrkosten, die mit einem Dispokredit einhergehen. Angenommen, Sie überziehen Ihr Konto über einen Zeitraum von sechs Monaten dauerhaft mit einem Betrag von 1.500 Euro. Bei einem Zinssatz von 11,0 Prozent würden die Zinskosten 165,00 Euro betragen. Ein Ratenkredit mit einem Jahreseffektivzins von 4,77 Prozent würde Sie dagegen 38,20 Euro kosten – ein deutlicher Unterschied.

Um einen günstigen Kredit zu finden, mit dem Sie den Dispo ausgleichen können, werfen Sie einen Blick in den Vergleichsrechner von CHECK24. Über diesen Service können Sie die Kredite der Banken vergleichen. Ein Ratenkredit hat den Vorteil, dass Sie gleichbleibende Monatsraten zahlen. Bei einem Dispokredit gibt es dagegen keinen festen Rückzahlungsplan. Betroffene laufen deshalb Gefahr, die Tilgung der Schulden zu verschleppen, sodass sich die Kosten weiter summieren.

Wählen Sie ein Konto mit niedrigem Dispozins

Die Umschuldung mit einem Ratenkredit ist eine Lösung, um ein bestehendes Problem zeitnah zu beheben. Sollten Sie aber erfahrungsgemäß immer wieder ins Minus rutschen, ist es besser die Bank zu wechseln. Es gibt Institute, die Dispozinsen mit einem einstelligen Prozentsatz vergeben.

Statt das Girokonto zu überziehen, können Sie auch andere Bankprodukte wie einen Rahmen- oder Ratenkredit nutzen. Diese verfügen über günstigere Zinssätze. Am besten ist es aber, die eigenen Finanzen im Griff zu haben und gar nicht erst auf die eingeräumte Überziehung zuzugreifen. Ein Tipp: Führen Sie ein Haushaltsbuch und notieren Sie sich all Ihre Ausgaben. Dadurch erhalten Sie einen besseren Überblick über Ihre Ausgaben und finden so unter Umständen Möglichkeiten zu sparen.

(sb)

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