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Welche Rolle spielt die Schufa bei der Kreditvergabe?

18.12.2012 - 15:00

Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz Schufa, ist für einige Verbraucher ein Angstthema. Dabei ist die Sorge, dass sich die Einsicht in das Scoring negativ auf die Kreditentscheidung der Bank auswirkt, in den meisten Fällen unbegründet. Vielmehr ist die Datensammlung der Auskunftei ein wichtiger Faktor für bezahlbare Zinsen im Bereich der Konsumfinanzierung.

Die Schufa ist bei Kreditgeschäften relevant. Zu diesen gehören alle Geschäfte, bei denen Waren erst nach der erbrachten Leistung, entweder auf Rechnung oder in Raten, bezahlt werden. Demnach gehört die Vergabe von Verbraucher- und Unternehmenskrediten ebenso dazu wie Mobilfunk- oder Leasingverträge. Die Aufgabe der Schufa ist es, das Zahlverhalten potentieller Kunden anhand der Informationen seiner Vertragspartner zu bewerten. Auskünfte erhält das Unternehmen unter anderem von Banken, Versand- und Handelshäusern, Leasinggesellschaften, Energieversorgern und Telekommunikationsfirmen.

Mit den registrierten Daten berechnet die Auskunftei verschiedene branchenspezifische Scorings. Diese zeigen an, wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer fristgerechten Rückzahlung für ein spezielles Kreditgeschäft ist. Der Hintergrund der unterschiedlichen Scorewerte ist, dass die Aussicht auf ein vertragskonformes Zahlverhalten bei einem Handyvertrag anders ist als etwa bei einem Kredit mit einem hohen Ausleihvolumen.

Der Nutzen der Schufa

Auf dem ersten Blick hat es den Anschein, dass die Arbeit der Auskunftei ausschließlich der Kreditwirtschaft zugutekommt. Mit Hilfe der Schufa verringern Banken und andere Unternehmen das Ausfallrisiko. Das hat aber auch einen Vorteil für den Verbraucher: Mit der geringeren Gefahr eines Zahlungsausfalls bleiben die Zinsen für Kredite bezahlbar. Denn die Höhe der Zinsen richtet sich unter anderem danach, wie hoch das Risiko der Bank bei der Kreditvergabe ist. Zusätzlich werden Verbraucher, die sich bereits in einer prekären finanziellen Situation befinden, davor geschützt, in die Schuldenfalle zu tappen. Das zeigt Wirkung: Nach Angaben der Auskunftei zahlen 97,5 Prozent der Bundesbürger ihre Kredite zurück.

Die Schufa-Auskunft hat aber noch einen weiteren Nutzen: Die Bearbeitung der Anträge und die Entscheidungsprozesse können schneller erfolgen. Negative Folgen für den Verbraucher hat die Dateneinsicht in der Regel nicht – sofern die Bank bei der Überprüfung der Bonität das richtige Merkmal angibt.

Auf Schufa-neutrale Kreditanfrage achten

Die Bank kann zur Überprüfung der Kreditwürdigkeit eine Kredit- oder Konditionsanfrage stellen. Für den Antragssteller ist letztere die bessere, da sie Schufa-neutral ist und wird somit nicht bei der Berechnung des Scorings berücksichtigt. Sie ist nur für den Verbraucher in der Eigenauskunft sichtbar. Anders die Kreditanfrage: Geht dieser Befehl bei der Auskunftei ein, wird das als konkrete Anfrage nach einem Kredit gewertet. Dieses Merkmal ist auch für andere Banken sichtbar und fließt in das Scoring ein.

Wer Kreditangebote einholen und keinen Nachteil daraus ziehen will, sollte sich bei der Bank erkundigen, ob Schufa-neutrale Anfragen gestellt werden. Nach einer Studie der Zeitschrift Finanztest von Stiftung Warentest, die im Mai dieses Jahres veröffentlicht wurde, haben vor allem Filialbanken falsche Schufa-Anfragen gestellt. Direktbanken haben dabei besser abgeschnitten.

Kreditsuchende, die auf Nummer sicher gehen wollen, können eine kostenlose und unverbindliche Kreditanfrage über den CHECK24 Kreditvergleich stellen. Alle eingehenden Anträge werden Schufa-neutral behandelt. Im Vergleichsrechner befindet sich zudem ein umfangreiches Angebot günstiger Kredite, die von bekannten Geldhäusern offeriert werden.

(sb)

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