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Trautes Heim - Kosten, nein!

05.06.2015 - 08:55

Vorbei die Zeit, in der Vermieter die teure Maklerprovision problemlos auf den Mieter abwälzen konnten: Seit dem 1. Juni gilt das sogenannte Bestellerprinzip, das vorsieht, dass die Kosten für den Makler künftig nur noch von dem getragen werden, der diesen auch beauftragt hat. Doch nicht für jeden Mieter entfällt damit die lästige Maklercourtage.

Konkret regelt das neue Gesetz: Ist die zu vermietende Immobilie inseriert und erfolgt die Vermittlung über einen Makler, so wurde dieser vom Vermieter der Wohnung oder des Hauses bestellt und muss entsprechend auch von diesem bezahlt werden. Eine nachträgliche Bestellung des Maklers durch den Mieter ist damit – im Gegensatz zur bisherigen Regelung – nicht länger möglich und sogar illegal. Anders sieht es hingegen aus, wenn der Makler tatsächlich vom Interessenten damit beauftragt wird, für ihn nach einem passenden Mietobjekt zu suchen. Doch auch hier gilt: Befand sich die Wohnung oder das Haus bereits im Bestand des Maklers, so kann der Interessent auch in diesem Falle nicht zur Zahlung der Maklerprovision verpflichtet werden.

Aber: Nicht jeder profitiert von der Neuregelung

Maklerin übergibt einem Paar die Wohnungsschlüssel
Trotz Bestellerprinzip entfällt nicht für jeden Mieter die teure Maklerprovision.
Doch auch, wenn das neue Gesetz eine Verbesserung des Mieterschutzes verspricht, so bedeutet diese Neuregelung nicht für jeden auch tatsächlich eine finanzielle Entlastung: Wer in eine Stadt mit einem angespannten Wohnungsmarkt zieht oder nicht genug Zeit für die eigene Wohnungssuche findet, der kommt zuweilen nach wie vor nicht ohne Makler aus. Und auch für all jene, die anstelle eines Mietobjektes eine Wohnung oder ein Haus zum Kauf suchen, müssen weiter für die Maklercourtage aufkommen, da das Gesetz hier nicht greift.

Wenn der Umzug zur finanziellen Belastungsprobe wird

Als Obergrenze für die Maklercourtage hat der Gesetzgeber einen Betrag gesetzt, der zwei Monatskaltmieten zuzüglich Mehrwertsteuer entspricht. Je nach Miethöhe kann der Makler für den künftigen Mieter so erstaunlich hohe Kosten verursachen. Gerade in Großstädten wie Berlin, München, Hamburg, Köln oder Frankfurt sind die Mietpreise in den vergangenen Jahren geradezu explodiert. Mietpreise von 15 Euro kalt pro Quadratmeter sind dabei keine Seltenheit. Für eine Wohnfläche von 60 Quadratmetern bedeutet das eine monatliche Kaltmiete von immerhin 900 Euro und eine Maklerprovision von stolzen 2.142 Euro. Auch wenn dieser Betrag an sich noch zu bewältigen erscheint, so kann er doch zur finanziellen Belastungsprobe werden – auch und gerade weil zeitgleich mit der Maklerprovision in den meisten Fällen auch eine Mietkaution von bis zu drei Nettokaltmieten hinzukommt.

Allein mit Provision und Kaution werden in unserem Rechenbeispiel bei Bezug der neuen Wohnung so bereits bis zu 4.842 Euro fällig – und das, ohne dass bislang auch nur ein Cent für den Umzug selbst einkalkuliert wurde.

Doch was, wenn zur Zahlung von Provision, Kaution und Umzug die eigenen finanziellen Mittel nicht genügen? Damit Maklergebühr und Co. nicht zum Hindernis für die neue Wohnung werden, können Verbraucher hier auf einen zinsgünstigen Kredit bei der Bank zurückgreifen. Hierfür eignet sich in den meisten Fällen vor allem ein sogenannter Kleinkredit.

Kleiner Kredit, große Wirkung

Bei einem Kleinkredit handelt es sich um einen klassischen Ratenkredit, der seinen Namen dem geringen Kreditbetrag zu verdanken hat. Zwar gibt es keine konkreten Richtlinien, bis wann ein Darlehen unter den Begriff „Kleinkredit“ fällt, allerdings wird hiermit zumeist ein Finanzierungsbetrag von bis zu 5.000 Euro gemeint. Angesichts derart niedriger Kreditbeträge werden Kleinkredite von den meisten Banken zu kurzen und damit überschaubaren Laufzeiten angeboten – doch auch hier sind Kreditnehmer bei der Wahl der richtigen monatlichen Rate und der Kreditlaufzeit meist flexibel.

Wer einen solchen Kleinkredit über den kostenlosen Vergleich von CHECK24 beantragt, der erhält einen Kredit bereits ab 500 Euro zu Laufzeiten von bis zu 84 Monaten. Je nach Höhe des gewünschten Kredites sind aber auch Laufzeiten bis zu 120 Monaten möglich. Damit stellt die Maklerprovision kein finanzielles Hindernis mehr da – ganz gleich, was der persönliche Geldbeutel hergibt.

Finger weg vom Dispo!

Nun könnte sich der ein oder andere die Frage stellen, warum er einen Kleinkredit beantragen sollte, wenn er doch bequem zur Zahlung von Provision, Kaution und Co. ebenso gut sein Konto überziehen könnte – immerhin gehört ein Dispokredit heutzutage zu nahezu jedem Girokonto dazu.

So attraktiv diese Lösung auf den ersten Blick erscheinen mag, so ist sie doch nicht der Königsweg. Der Grund: Bei Überziehung des Girokontos zahlt der Kunde deutlich höhere Zinsen als aktuell für einen klassischen Ratenkredit. So werden trotz des derzeit niedrigen Zinsniveaus auch jetzt noch teils zweistellige Dispozinsen fällig. Ein weiterer Nachteil: Da bei einem Dispokredit – anders als bei einem Kleinkredit – keinerlei Tilgungsplan mit der Bank vereinbart wird, kann die Rückzahlung zuweilen unüberschaubar werden und einige Disziplin erfordern.

Zur Finanzierung der Maklerprovision und der Mietkaution sind Mieter daher mit einem Kleinkredit deutlich besser beraten. Dank niedrigerer Zinsen lässt sich so gegenüber dem teuren Dispo einiges Geld sparen – Geld, das sich gerade bei einem Umzug gut gebrauchen lässt.

(fh)

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