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Kreditanalyse: Zinsen für Konsumentenkredite seit 2010 um 14 Prozent gesunken

05.08.2013 - 17:00

Nahmen Verbraucher 2012 über CHECK24 einen Kredit auf, zahlten sie 14 Prozent niedrigere Zinsen als 2010. Der Zinssatz sank innerhalb dieser drei Jahre von durchschnittlich 5,67 Prozent auf 6,58 Prozent. Das ergab eine Analyse der von 2010 bis 2012 über CHECK24 angefragten und abgeschlossenen Konsumentenkredite.

Verantwortlich für die Zinssenkungen ist unter anderem der Leitzins der Europäischen Zentralbank. Dieser sank von 2010 bis 2012 um 25 Prozent.* Ein weiterer Grund ist die verbesserte Bonität der Verbraucher durch das um circa drei Prozent gestiegene monatliche Nettoeinkommen. 2010 verdienten Verbraucher im Schnitt 2.047 Euro netto, 2012 waren es 2.104 Euro. Wegen der niedrigen Kreditzinsen und der guten Bonität stieg auch die durchschnittlich abgeschlossene Kreditsumme von 2010 auf 2012 um rund drei Prozent (247 Euro). Verbraucher erhielten 2010 im Schnitt eine Kreditsumme von 9.281 Euro, 2012 von 9.528 Euro.

Zinsen für Motorrad- und Zahnkredite seit 2010 um 24 bzw. 18 Prozent gesunken

Mit 24 Prozent ist der durchschnittlich über CHECK24 abgeschlossene Zinssatz für Motorradkredite am stärksten gesunken. 2010 betrugen die Zinsen dafür noch 6,74 Prozent, 2012 nur noch 5,09 Prozent. Motorräder gelten als Sicherheit für die kreditgebenden Banken. Daher ist der Zinssatz für ein Motorraddarlehen meist vergleichsweise niedrig.

Am zweitstärksten sanken die Zinsen für Kredite, die abgeschlossen wurden, um Zahnbehandlungen zu bezahlen. Statt 7,69 Prozent wie 2010, zahlten Verbraucher 2012 nur noch 6,29 Prozent und damit 18 Prozent weniger. Kreditzinsen für eine Umschuldung verringerten sich im untersuchten Zeitraum um 15 Prozent. Verbraucher, die ihre Verbindlichkeiten 2010 von einem bestehenden auf einen neuen Kreditgeber verlagerten, zahlten nach der Umschuldung im Schnitt Zinsen von 7,26 Prozent. 2012 zahlten sie nur noch 6,19 Prozent.

Verbesserte Bonität der Verbraucher lässt Zinsen für Motorradkredite sinken

Auch bei Darlehen für Motorräder, Zahnbehandlungen und Umschuldung ist unter anderem die verbesserte Bonität der Grund für die sinkenden Zinsen. Von 2010 auf 2012 stieg das durchschnittliche monatliche Nettoeinkommen der Motorradkreditnehmer um vier Prozent von 2.103 Euro auf 2.184 Euro (81 Euro). Bei Abschluss eines Kredits für Zahnbehandlungen gaben Verbraucher 2012 mit durchschnittlich 1.956 Euro sogar ein sechs Prozent (106 Euro) höheres monatliches Nettoeinkommen an als 2010 (1.850 Euro). Handelte es sich um eine Umschuldung, betrug das von den Kunden angegebene monatliche Nettoeinkommen 2010 im Schnitt 2.079 Euro, 2012 war es mit 2.151 Euro drei Prozent (72 Euro) höher.

*Quelle: http://www.finanzen.net/leitzins/ (aufgerufen am 01.08.2013)

(bri)

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