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So bekommen Selbstständige jetzt die besten Kreditkonditionen

13.06.2013 - 08:00

Dank der erneuten Absenkung des Leitzinses durch die Europäische Zentralbank (EZB) können Verbraucher aktuell sowohl Baufinanzierungen als auch normale Ratenkredite zu absoluten Top-Konditionen aufnehmen. Nur für eine Berufsgruppe gelten die niedrigen Konditionen meist noch nicht: Selbstständige und Freiberufler müssen bei den meisten Banken nach wie vor tief in die Tasche greifen.

Obwohl europäische Banken sich momentan zu sehr günstigen Konditionen Geld bei anderen Banken leihen können, geben sie die Niedrigzinsen nicht an selbstständige und freiberufliche Kreditnehmer weiter.

Selbstständige und Freiberufler haben es bei der Kreditvergabe schwer

Vor der Kreditvergabe achten Banken nicht nur darauf, dass ein Kunde aktuell in der Lage ist, die monatlichen Tilgungsraten zu bezahlen – die Bank muss sich zudem sicher sein können, dass der Kunde für den gesamten Zeitraum der Darlehenstilgung genug verdient, um den Kredit an die Bank zurückzuzahlen. Für Beamte und Angestellte mit unbefristeten Arbeitsverträgen ist es daher meist kein Problem, bei der Bank eine größere Summe Geld zu guten Konditionen zu leihen. Bei diesen Berufsgruppen ist es in der Regel auch ausreichend, einen Nachweis von zwei bis fünf Gehaltsabrechnungen bei der Bank einzureichen.

Da Freiberufler und Selbstständige der Bank nicht garantieren können, über mehrere Jahre hinweg ein geregeltes hohes Einkommen zu verdienen, sind diese Kunden für die Bank meist problematischer. Von ihnen fordert die Bank zusammen mit dem Kreditantrag den Gehaltsnachweis über einen längeren Zeitraum in Form von betriebswirtschaftlichen Auswertungen. Diese können beispielsweise als Bilanz, Einkommenssteuerbescheid, Einnahmen- und Überschussrechnung, Gewinn- und Verlustrechnung oder Jahresabschluss bei der Bank vorgelegt werden.

Bonitätsunabhängige Kredite für Selbstständige

Eine Möglichkeit für diese Berufsgruppe Kredite zu verhältnismäßig niedrigen Zinsen aufzunehmen, sind Kredite mit bonitätsunabhängigen Zinsen. Bei diesen Darlehen vergibt die Bank das Geld an jeden Kreditnehmer zum gleichen Zinssatz – egal welchen Beruf er ausübt oder welche Kreditwürdigkeit er der Bank vorweisen kann. Problematisch an dieser Art von Darlehen ist, dass die Bank hier oftmals sehr strenge Vergaberichtlinien anlegt. Um sich trotzdem sicher sein zu können, dass der Kreditnehmer das Darlehen an die Bank zurückzahlt, werden viele potentielle Kunden im Vorfeld aussortiert. Selbstständige und Freiberufler, die es schaffen, die Bank von sich zu überzeugen, zahlen jedoch bei bonitätsunabhängigen Krediten meist niedrigere Zinsen.

Für Selbstständige und Freiberufler ist es außerdem oftmals hilfreich, ein Darlehen zusammen mit einem anderen Kreditnehmer zu beantragen. Dieser zweite Kreditnehmer sollte bestenfalls über ein eigenes, regelmäßiges und hohes Einkommen verfügen, um so die Bonität beider Antragssteller zu verbessern. Da es sowohl bei bonitätsabhängigen, als auch -unabhängigen Krediten sehr große Unterschiede bei den Zinsniveaus gibt, sollten gerade diese Verbraucher einen gründlichen Kreditvergleich machen, bevor sie sich für das Angebot eines bestimmten Anbieters entscheiden.

(as)

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