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Teure Zinsen: Wie können Sie den Dispokredit ablösen?

17.05.2013 - 12:00

Es ist der wohl einfachste Weg, um an Geld zu kommen, das man nicht hat: der Dispokredit. Selbst wenn auf Ihrem Girokonto Ebbe herrscht, können Sie weiterhin Rechnungen zahlen und am Geldautomaten Bargeld abheben – der eingeräumte Kredit macht es ganz einfach möglich. Doch die Sache hat einen Haken, denn die Zinsen für die Kontoüberziehung sind deutlich teurer als von anderen Finanzierungen. Doch was, wenn Sie bereits in die Schuldenfalle getappt sind und von allein nicht herauskommen?

Selbst wenn der Disporahmen ausgeschöpft ist, können Sie weiterhin volle Liquidität genießen. Denn auf den Dispokredit folgt der Überziehungskredit – der ist aber noch viel teurer. Verbraucherschützer und Parteien wie SPD, die Grünen und die Linke kritisieren seit langem die hohen Zinsen für die Kontoüberziehung und fordern eine gesetzliche Deckelung. Banken können sich derzeit so günstig refinanzieren wie noch nie: Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte den Leitzins von 0,75 Prozent auf den historischen Tiefstand von 0,5 Prozent. Bei dem Satz handelt es sich um den Hauptrefinanzierungszins der Geldhäuser. Die Verbraucherschützer monieren, dass die Banken die niedrigen Zinsen nicht gänzlich an ihre Kunden weitergeben, um dadurch ihre Gewinnmargen zu steigern. Aber trifft das wirklich ausnahmslos auf alle Banken zu?

Dispokredit: Ein Überblick über die aktuelle Zinslage

Die Dispozinsen liegen im Durchschnitt über zehn Prozent – deutlich zu viel, wie auch Bundeskanzlerkandidat Peer Steinbrück (SPD) meint. Er fordert eine Kopplung des Satzes an den Zentralbankzins. Demnach soll das Zinsniveau für die Kontoüberziehung nicht mehr als sieben Prozentpunkte über dem aktuellen Leitzinssatz liegen – damit würden aktuell nur 7,5 Prozent fällig. Die Linke will den Disposatz sogar auf fünf Prozent des Leitzinssatzes begrenzen.

Bereits jetzt gibt es Banken, die Ihnen einen entsprechenden Satz bieten. Die günstigsten Dispokredite haben zurzeit vor allem Genossenschaftsbanken und Direktbanken im Angebot. Bei den Instituten liegen die Zinssätze zwischen rund fünf und acht Prozent. Der Höchstsatz liegt dagegen bei knapp 14 Prozent. Wird das Konto längere Zeit überzogen, wird das richtig teuer. Nach Informationen des Bundesverbraucherschutzministeriums nutzen rund 13 Millionen Deutsche regelmäßig ihr Girokonto.

Einige Banken werden der Leitzinssenkung folgen und die Dispozinsen leicht senken. Das wird aber nicht bei allen Instituten der Fall sein. Kreditinstitute sind zwar verpflichtet, ihre Dispozinsen an einen Referenzzins zu koppeln. Doch nicht jedes Geldhaus richtet sich nach der Leitzinsentwicklung aus. Andere Referenzwerte können der Euribor – der Zinssatz für den Interbankenhandel – oder andere Parameter sein.

Trotzen Sie der Schuldenfalle und führen Sie Haushaltsbuch

Auch wenn die Kosten mehrheitlich hoch sind: Die Möglichkeit, das eigene Konto zu überziehen, ist eigentlich eine praktische Sache. Selbst wenn das Girokonto nicht gedeckt ist, können weiterhin regelmäßige Zahlungen wie Miete oder Telefonrechnungen abgehen. Ohne diese Möglichkeit müssten Sie hohe Rücklastschriften erdulden. So lange das Konto mit dem nächsten Geldeingang wieder ausgeglichen ist, spricht auch nichts gegen die Nutzung des Dispokredits. Gefährlich wird es erst, wenn Sie immer wieder in die Miesen rutschen und das Konto dauerhaft im Minus führen.

Trotzen Sie der Schuldenfalle und bringen Sie Ihre Finanzen in Ordnung. Am besten nutzen Sie hierzu ein altbewährtes Mittel: das Haushaltsbuch. Tragen Sie über mehrere Monate Ihre sämtlichen Ausgaben ein. Schwarz auf Weiß zeigt sich meist am ehesten, wo Sparpotential besteht und auf welche Käufe Sie verzichten können. Wenn Sie trotz aller Bemühungen immer wieder in den Dispo rutschen, suchen Sie sich eine Bank, die ein Girokonto mit einem niedrigen Dispozins anbietet.

Der Notfallplan: Dispo mit Ratenkredit umschulden

Schaffen Sie es nicht von allein aus den Miesen, empfiehlt Ihnen CHECK24, den Dispo mit einem Ratenkredit umzuschulden. Stephan Moll vom Bankenfachverband der Kreditwirtschaft sagte dem Wirtschafts- und Verbrauchermagazin WISO, dass Ratenkredite zurzeit durchschnittlich 6,5 Prozent effektiv kosten. Niedrige Kreditbeträge mit kurzen Laufzeiten sind sogar noch günstiger zu haben – im CHCK24-Vergleich erhalten Sie einen 3.000-Euro-Kredit mit einer Laufzeit von 36 Monaten bereits ab einem Zinssatz von 2,78 Prozent im Jahr* - das ist deutlich günstiger als der Dispokredit. Vergleichen Sie die aktuellen Angebote und sichern Sie sich einen preiswerten Ratenkredit, mit dem Sie Ihr Girokonto wieder ausgleichen!

* Kreditsumme 3.000 Euro, Laufzeit 36 Monate, effektiver Jahreszins 2,78%, fester Sollzins 2,743% p.a., keine Bearbeitungsgebühr, Gesamtkreditbetrag 3.128,66 Euro. Diese Angaben entsprechen zugleich dem repräsentativen Beispiel nach §6a Abs. 3 PangV.

(sb)

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