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CHECK24- Umfrage: Kreditkonditionen werden online verglichen

30.06.2014 - 18:00

Das beliebteste Medium für den Vergleich unterschiedlicher Kreditkonditionen ist mit Abstand das Internet. Dies ergab eine Kurzumfrage des Vergleichsportals CHECK24. Knapp 80 Prozent der Kreditkunden gab an, sich online über aktuelle Kreditkonditionen der Banken zu informieren - knapp jeder Sechste (14,4 Prozent) nimmt für diese Informationen noch den Gang in die Bankfiliale auf sich.  

So haben Sie abgestimmt – die meisten CHECK24-Kunden informieren sich online über aktuelle Kreditkonditionen.
Wie die Grafik offenbart, informieren sich die Kunden deutlich seltener bei Freunden und Familie (3,65 Prozent) oder über Werbung in Print und TV (1,60 Prozent) über die aktuellen Kreditkonditionen der Geldhäuser. Dass Verbraucher das Internet verstärkt zur Sammlung von Informationen nutzen, diesem Kanal jedoch nicht gezwungenermaßen auch für den Kauf nutzen, kennt der deutsche Handel schon lange: Man spricht vom RoPo-Effekt.

Wo nach der Online-Recherche gekauft wird, hängt stark vom Produkt ab

Der RoPo-Effekt (engl. „research online, purchase offline“ = online informieren, offline kaufen) beschreibt, dass Verbraucher sich online über die Preise oder Konditionen eines Produktes informieren, dieses im Anschluss jedoch in einem Geschäft oder eben in einer Bankfiliale erwerben.

Eine Google-Studie aus dem Jahr 2011 legte jedoch offen, dass es stark vom jeweiligen Produkt abhängt, ob der Kunde nach einer Onlinerecherche im Internet oder in einer Filiale kauft: Während jeder vierte Online-Sucher seinen DSL-Tarif im Internet abschließt, entscheiden sich sogar 22 Prozent der Mobilfunkkunden online für einen bestimmten Anbieter. Deutlich verhaltener sind Verbraucher beim Abschluss von Finanzprodukten: Nur elf Prozent der Verbraucher, die sich online nach Konditionen von Bankprodukten informieren, nehmen Kredit, Kreditkarte und co. über das Internet auf - jeder zweite Verbraucher schließt das Produkt nach der Online-Recherche in einer Filiale ab.

Ein ganz ähnliches Bild zeichnet der aktuelle Schufa-Kompass: Die Wiesbadener Wirtschaftsauskunftei hat in ihrem jährlichen Report ermittelt, dass zwar 23 Prozent der Bankkunden zwischen 25 und 45 Jahren ihren Ratenkredit über das World Wide Web aufnehmen – für zwei Drittel dieser Deutschen jedoch die Bankfiliale nach wie vor die erste Anlaufstelle bei der Darlehensaufnahme bleibt.

Ob sich ein Kunde bei der endgültigen Aufnahme eines Kredites für den Gang in die Bankfiliale oder den Online-Abschluss entscheidet, kann mitunter sehr individuelle und unterschiedliche Gründe haben. Grundsätzlich überzeugen den Filialkunden in der Regel die persönliche Beratung und der eigene Ansprechpartner – Onlinekreditnehmer lassen sich von den unkomplizierten und schnellen Prozessen und den günstigen Konditionen überzeugen. Denn der zusätzliche Beratungsservice in der Filiale kann Kreditnehmer teuer zu stehen kommen: In Sachen Zinsen unterbieten die Online-Häuser ihre Filialkollegen oftmals deutlich.

Kostenvorteil von Onlinekrediten überzeugt Kreditnehmer verstärkt

Dieser Kostenfaktor scheint für Kreditnehmer allmählich auch wichtiger zu werden, als der persönliche Bankberater: Für diese Tendenz spricht zumindest die rasant steigende Zahl der Kunden von Direktbanken – also derjenigen Geldhäuser, die ihre Produkte ausschließlich über das Internet vertreiben und die aus Kostengründen auch auf ein Filialnetz verzichten. So ermittelte die Gesellschaft für Konsumforschung GfK, dass die Anzahl der Direktbankkunden in Deutschland zwischen 2003 (6,4 Millionen) und 2012 (15,8 Millionen) um sage und schreibe 147 Prozent angestiegen ist.

Gemeinsam mit der wachsenden Popularität der Onlinebanken stieg daher in den letzten Jahren  langsam aber sicher auch der Anteil derjenigen Kunden, die sich nicht nur im Internet über Finanzprodukte informieren, sondern das meist günstigere Produkte auch direkt online abschließen: Laut der GfK-Erhebung konnten Banken in der Bundesrepublik den Onlineabsatz von Finanzprodukten in den vergangenen Jahren deutlich ausbauen: Zwischen 2004 und 2009 ist der Anteil der neuen Geschäftsabschlüsse über das Internet von 7,2 Prozent auf 11,4 Prozent gestiegen – ein Wachstum von 60 Prozent in nur fünf Jahren.

Übrigens: Wie wichtig günstige Zinsen für den perfekten Kredit sind, beweist auch eine vorläufige Auswertung der aktuellen CHECK24-Befragung: Bisher gaben 40 Prozent der Teilnehmer an, dass günstige Zinsen der wichtigste Faktor bei der Aufnahme eines Kredites sind – auf Platz zwei liegen aktuell mit knapp 35 Prozent eine schnelle Kreditentscheidung und zeitnahe Auszahlung des Geldbetrages.

(as)

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