0800 - 24 24 123 Hilfe und Kontakt
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

Studie: Großer Bedarf an Zusatzversicherungen bei Kassenpatienten

07.02.2014 - 08:00

Laut einer aktuellen Studie des Beratungsunternehmens Tower-Watson halten fast zwei Drittel der Befragten den Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen für unzureichend. Daher ist für fast die Hälfte der Studienteilnehmer der Abschluss einer privaten Krankenzusatzversicherung für die Bereiche Zahnmedizin, allgemeine Gesundheitsversorgung und -vorsorge künftig geradezu unverzichtbar. Ganze 93 Prozent sind grundsätzlich bereit, eine Zusatzversicherung abzuschließen, um Versorgungslücken des gesetzlichen Leistungskatalogs zu schließen. An der Umfrage nahmen 1.000 Personen im Alter zwischen 20 und 55 Jahren teil, die freiwillig oder versicherungspflichtig Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind.

Obwohl die Studie einen enormen Bedarf an privaten Krankenzusatzversicherungen bei gesetzlich Versicherten offenbart, zeigen die Ergebnisse auch, dass viele Versicherungsnehmer noch nicht über einen zusätzlichen Krankenschutz verfügen. Für 56 Prozent ist eine bessere Versorgung bei Zahnersatz und Zahnprophylaxe ein Grund, eine Krankenzusatzpolice abzuschließen. Bisher haben jedoch nur 45 Prozent eine Zahnzusatzversicherung für Zahnersatz abgeschlossen. Eine Police, die die Kosten für eine Zahnprophylaxe abdeckt, haben nur 22 Prozent abgeschlossen. Ein Viertel der Befragten gab jedoch an, noch in diesem Jahr eine Police für Zahnersatz oder Prophylaxe abschließen zu wollen.

Im Bereich der allgemeinen Vorsorgeuntersuchungen ist es um den privaten Krankenschutz noch schlechter bestellt. Nur 14 Prozent der Befragten verfügen diesbezüglich über eine Zusatzversicherung. Ein Fünftel plant jedoch, sich im Laufe des Jahres eine Vorsorge-Police zuzulegen. Ein Grund, warum die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit so groß ist, sieht Sybille Siefer, die Leiterin des Beratungsbereichs Benefits-Brokerage bei Tower Watson, in den Budgetgrenzen. So wollen 55 Prozent maximal 15 Euro pro Monat für eine Krankenzusatzversicherung ausgeben. Ein Drittel der Teilnehmer wäre bereit, monatlich 40 Euro für einen Zusatzkrankenschutz zu bezahlen. Innerhalb dieses Kostenrahmens sei jedoch ein angemessener privater Krankenschutz kaum zu haben, meint Siefer.

Krankenzusatzversicherungen vergleichen

Die Umfrage zeigt deutlich, dass die Mehrheit der Kassenpatienten eine umfangreiche Gesundheitsversorgung begehrt. Daher wünschen sich 58 Prozent eine arbeitgeberfinanzierte Krankenzusatzversicherung und fast genauso viele einen Zugang zu vergünstigten Krankenzusatzversicherungen (54 Prozent). Mit Bezug auf diese Umfragewerte fordert Siefer die Politik auf, Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Abschluss einer privaten Krankenzusatzversorgung begünstigen. Zudem biete sich auch für Unternehmen eine große Chance im Wettbewerb um Talente.

 

Noch etwas geht aus der Studie klar hervor: der Wunsch nach leistungsstarken und günstigen Zusatzpolicen. Daher empfiehlt sich für jeden Interessierten ein kostenloser Versicherungsvergleich, um  den eigenen Krankenschutz mittels Bausteinprinzip zu individualisieren und kostengünstig zu erweitern. Wem beispielsweise eine Chefarztbehandlung im Krankenhaus oder kieferorthopädische Maßnahmen wichtig sind, kann diese Leistungen einfach hinzuwählen und eine andere Leistung, die nicht benötigt wird, abwählen – das spart Geld. Jeder, der Wert auf Alternativmedizin legt oder eine Sehhilfe benötigt, kann einfach eine Brillen- und Heilpraktikerversicherung abschließen. So bezahlt jeder nur für Leistungen, die er wirklich braucht oder will.

(mtr)

Weitere Artikel: