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Eine Werkstattbindung spart Kaskoprämie - doch Obacht bei Leasing und Autofinanzierung

16.02.2013 - 13:00

Während der Suche nach Einsparpotenzial bei der Kfz-Versicherung kommen Autofahrer früher oder später an der Preis-Ausfahrt „Werkstattbindung“ vorbei. Da heißt es schnell reagieren und sofort scharf rechts abbiegen. Denn wer sich auf einen Kfz-Versicherungstarif mit Werkstattbindung einlässt, kann dem Handelsblatt zufolge allein durch diesen Kniff bis zu 20 Prozent an Kaskobeiträgen pro Jahr sparen.

Im Schadensfall darf der Versicherte seinen Wagen dann nur in einer der Partnerwerkstätten seiner Assekuranz instand setzen lassen. Ansonsten drohen beispielsweise ein erhöhter Selbstbehalt beziehungsweise nur eine teilweise Erstattung – in einigen Fällen sogar der gänzliche Zahlungsausschluss – der Reparaturkosten seitens der Versicherung.

Vertragswerkstätten der Kfz-Versicherungen sind TÜV-geprüft

Die Vertragswerkstätten der Kfz-Versicherer sind im Normalfall allesamt geprüft. Um dem Versicherten diese Vertragsoption noch schmackhafter zu machen, sind in vielen Policen weitere Zusatzleistungen mit der Werkstattbindung verknüpft. Darunter fallen zum Beispiel ein kostenloser Hol- und Bringdienst des Autos seitens der Werkstatt, ein kostenfreies Ersatzfahrzeug für die Dauer der Reparatur oder auch eine Rundumreinigung des eigenen Wagens bevor er aus den Werkstatthallen wieder in die heimische Garage rollt.

Für die Autoversicherung hat die Bindung an eine Vertragswerkstatt den Vorteil, dass diese der Assekuranz im Gegenzug für die zahlreichen Kunden auf die einzelnen Reparaturleistungen spezielle Konditionen geben und die Gesellschaft somit ihre Ausgaben senken kann. Die Partnerwerkstätten bieten auf ihre Arbeiten oft eine mehrjährige Garantie, der Autofahrer ist also auf der sicheren Seite, dass die Reparatur fachgerecht durchgeführt wurde und kann im schlimmsten Fall noch jahrelang kostenlose Nachbesserungen verlangen.

Herstellergarantie bleibt unverletzt

Bei neuwertigen Autos greift die Herstellergarantie des Händlers, die je nach Hersteller in ihrem Zeitraum und Umfang variieren kann. Viele Halter haben Angst, diese Garantie nach einem Schaden zu verlieren, wenn sie das Auto nicht in einer Vertragswerkstatt des Herstellers reparieren lassen, sondern in einem Partnerbetrieb der Kfz-Versicherung. Um dieser Skepsis den Zahn zu ziehen, garantieren viele Versicherer in ihren Geschäftsbedingungen, dass ein Verlust der Herstellergarantien durch die Werkstattbindung ausgeschlossen ist.

Dennoch sollte der Versicherte immer darauf achten, dass die Werkstatt nur Originalteile verbaut. Empfehlenswert ist es auch, sich die konkreten Bedingungen der jeweiligen Kfz-Versicherungsgesellschaft hinsichtlich der Werkstattbindung genau durchzulesen und bei Unklarheiten nachzuhaken. Der Versicherungsnehmer sollte zum Beispiel keine unnötig langen Wege in Kauf nehmen müssen, um seinen Wagen in die nächste Vertragswerkstatt bringen zu können. Wer schon jahrelang auf die Autowerkstatt seines Vertrauens setzt, muss abwägen, ob er seinen Wagen auch in fremde Schrauberhände abgeben kann oder nicht.

Leasing- und Finanzierungsverträge schließen Werkstattbindung meist aus

Für geleaste oder zum Beispiel durch einen Autokredit finanzierte Fahrzeuge kommt ein Versicherungsvertrag mit Werkstattbindung dagegen in den meisten Fällen nicht in Frage. Der Grund: Die Leasing- oder Finanzierungsverträge legen in aller Regel genau fest, in welchen Werkstätten der Halter das Auto warten und Instand setzen lassen darf. Weicht er davon ab, kann dies gegen die Vertragsbestimmungen verstoßen und Zusatzgarantien für das Fahrzeug gefährden, im schlimmsten Fall sogar die fristlose Kündigung des Vertrags nach sich ziehen.

Wer sich für Kfz-Versicherungen mit integrierter Werkstattbindung interessiert, kann dies bei  CHECK24 bei seiner Suche berücksichtigen und sich im Online-Vergleich zahlreiche günstige Policen mit Werkstattbindung anzeigen lassen.

(srh)

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