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Versicherung kündigen leicht gemacht

16.11.2009 - 21:28

Der November ist traditionell Hochsaison für Kfz-Versicherungswechsler. Da das Versicherungsjahr der meisten Assekuranzen mit dem Kalenderjahr endet, begeben sich viele Autobesitzer auf die Suche nach günstigeren Angeboten.

Doch nicht nur für die Kfz-Versicherung lohnt sich ein Vergleich. Auch bei den Sachversicherungen kann gespart werden –  zum Beispiel durch den Wechsel zu einem günstigeren Angebot sowie durch Kündigung bei Überversicherung oder nach einer Veränderung der Lebenssituation, die einige Versicherungen unnötig macht.

Individuelle Bedingungen findet der Versicherungsnehmer in den AGBs

Wer plant, eine oder mehrere seiner Versicherungen zu kündigen, sollte sich vorher über die Kündigungsformalitäten informieren. Die sicherste Quelle für die individuellen Bedingungen sind der Versicherungsschein und die AGBs der jeweiligen Assekuranz. Da allerdings viele Versicherungen ähnliche Kündigungsfristen und -termine haben, hilft auch ein Überblick über die marktüblichen Kündigungsmodalitäten.

Kündigungsformalitäten von Sachversicherungen

Unter dem Begriff Sachversicherung werden unter anderem Haftpflichtversicherungen (wie die Privat-, Hunde- oder Pferdehalterhaftpflicht) sowie Hausrat-, Rechtsschutz-, Unfall- und Wohngebäudeversicherungen zusammengefasst.

All diese Versicherungen haben in der Regel eine dreimonatige Kündigungsfrist zum Vertragsende bzw. zum Ende des Versicherungsjahres. Verträge, die von vornherein auf drei oder mehr Jahre abgeschlossen wurden, können erstmalig zum Ende des dritten bzw. des jeweiligen letzten Vertragsjahres gekündigt werden.

Unter bestimmten Voraussetzungen können Sachversicherungen auch außerordentlich gekündigt werden– nach einer Beitragserhöhung oder nach der Regulierung eines Schadens durch die Versicherung. Erhöht eine Assekuranz die Beiträge kann der Versicherte nach Erhalt der Mitteilung über die Erhöhung einen Monat lang kündigen. Ebenfalls eine einmonatige Kündigungsfrist besteht nach der Schadensregulierung.

Zwei Ausnahmen gibt es bei der Rechtschutzversicherung: Muss eine Assekuranz zwei oder mehr Rechtschutzfälle regeln, kann der Versicherungsnehmer erst innerhalb von zwölf Monaten mit sofortiger Wirkung oder zum Ende des Versicherungsjahrs kündigen. Auch für den Versicherer besteht nach zwei Schäden ein Sonderkündigungsrecht, allerdings nur zum Ende des Versicherungsjahres.

Zieht ein Paar zusammen, besteht die Möglichkeit, einen Partner in die Haftpflicht- oder Hausratpolice des anderen aufzunehmen. Dabei gilt, dass immer die kürzer bestehende Police gekündigt werden muss. Das ist in der Regel zum Ende des Monats möglich.

Kündigungsformalitäten der Kfz-Versicherung

Eine Kfz-Police muss bis spätestens einen Monat vor Ablauf des Versicherungsjahres gekündigt werden. Da in den meisten Fällen das Versicherungsjahr mit dem Kalenderjahr übereinstimmt, ist der Kündigungsstichtag für einen Großteil der Kfz Versicherungen der 30. November jeden Jahres.

Hat ein Versicherungsnehmer diesen Termin verpasst, ist auch bei der Kfz Versicherung in besonderen Fällen eine Sonderkündigung möglich. Wie bei den Sachversicherungen gilt: Nach der Regulierung eines Schadens und nach der Mitteilung über eine Beitragserhöhung hat der Versicherte einen Monat lang das Recht, die Police zu kündigen.

Des Weiteren besteht bei der Kfz Versicherung die Möglichkeit bei einem Fahrzeugwechsel den Versicherungsvertrag aufzulösen. Hier muss der Versicherungsnehmer keine Kündigungsfrist einhalten.

(eko)

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