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Parken in zweiter Reihe: Bei Unfall hat Falschparker Teilschuld

28.01.2014 - 15:58

Parken in zweiter Reihe ist verboten, wird von vielen Autofahrern aber als Kavaliersdelikt abgetan. Besonders in Stadtzentren und Straßen mit vielen Geschäften lassen Lieferanten und Kunden  gerne mal den Wagen am Straßenrand stehen, um ihre Geschäfte in wenigen Minuten zu erledigen. Denn: Parkraum ist hier oft Mangelware.

Lkw können den Verkehr behindern.
Nach diesem Prinzip verfuhr auch ein Brummifahrer in München. Seinen Lkw parkte er verbotswidrig in zweiter Reihe auf der Fahrbahn. Er blockierte die gesamte rechte Fahrspur und behinderte dadurch den nachfolgenden Verkehr. Doch damit nicht genug: Der Brummi war in seinen Abmessungen so breit, dass er auch noch in die Gegenfahrbahn ragte.

 

Es kam, wie es kommen musste. Ein anderer Lkw-Lenker verschätzte sein Können und die Abmessungen seines eigenen Brummis und touchierte den parkenden Laster. Schaden: 4.000 Euro. Unstrittig war, wer den Unfall verursacht hatte. Doch die Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers weigerte sich, die Kosten allein zu tragen.

Kfz-Versicherung weigert sich, Schaden ganz zu übernehmen

Der Fahrer des verbotswidrig abgestellten Lastwagens habe eine Teilschuld, argumentierte die Versicherung. Da sich die Parteien nicht einigen konnten, landete der Fall beim Amtsgericht München. Justitia folgte der Argumentation der Kfz-Versicherung und brummte dem Falschparker einen Teil der Schuld und damit auch einen Teil der Schadenssumme selbst auf.

 

Die Begründung: Durch sein Parken in zweiter Reihe habe er den Unfall mitverschuldet. Er hafte aus der Betriebsgefahr seines Fahrzeugs. Die Mitschuld bewertete das Gericht mit 25 Prozent.

(srh)

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