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Fehlerteufel: US-Studie macht deutsche Autos madig

02.03.2013 - 13:00

Autos „made in Germany“ sind weltweit gefragt. Die Karossen der deutschen Hersteller stehen für innovative automobile Ideen und zuverlässige Technik. Letzteres sehen jedoch nicht alle so. Bei einer aktuellen Analyse des US-amerikanischen Marktforschungsinstituts J.D. Power schneiden nicht alle Marken aus dem Mutterland des Automobils gut ab.

Die Forscher untersuchten die Fehleranfälligkeit dreijähriger Wagen aus dem Baujahr 2010 und befragten für ihre Studie über 37.000 Erstbesitzer in den Vereinigten Staaten. Das Ergebnis: Über alle Fahrzeugkategorien hinweg schnitt Lexus, die Luxusmarke von Toyota, bestens ab. Die Marktforscher registrierten hier in einem zwölfmonatigen Zeitfenster nur 71 Probleme  pro 100 Fahrzeugen.

Porsche und Mercedes kommen noch gut weg

Der deutsche Premium-Hersteller Porsche kommt mit 94 Problemen je 100 Fahrzeuge auf den respektablen zweiten Rang. Auch Mercedes schnitt noch besser als der Durchschnitt ab. Dieser lag laut J.D. Power bei 126 Problemen auf 100 Pkw – fünf Prozent weniger als noch 2012 und insgesamt die niedrigste Fehlerrate seit Beginn der Studie im Jahr 1989.

Nicht so erfreut haben dürften die Ergebnisse der US-Auswertung die Vorstände von BMW und der Tochter Mini sowie VW und Audi. Ihre Fahrzeuge schnitten teils deutlich unterdurchschnittlich ab – obwohl Audi mit dem A6 in der Kategorie „Midsize Premium“ den ersten Platz belegte und Mini in der Klasse  der „Compact Sporty Cars“ auf Platz zwei landete.

Das teilweise schlechte Abschneiden der deutschen Autobauer im Gesamtranking überrascht umso mehr im Hinblick auf Auswertungen des ADAC mit der gleichen Zielrichtung. So bescheinigt die aktuelle Pannenstatistik des Autoclubs gerade den „heimischen Arten“ in allen untersuchten Fahrzeugklassen Bestnoten.

Deutsche Autobauer nehmen die US-Studie gelassen

Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Da die deutschen Hersteller in den vergangenen Jahren ihre eigenen Pannendienste ausgeweitet haben, erfasst der ADAC statistisch nicht mehr so viele Fahrzeuge wie früher – das könnte die Bilanz verwässern. Bei den deutschen Autoherstellern gibt man sich trotz der Kritik aus den USA gelassen. „Wir schauen uns die Studie an und werden den Problemen auf den Grund gehen“ sagte ein Sprecher von BMW im Hinblick auf das Abschneiden des Konzerns. Die Gelassenheit kommt nicht von ungefähr, haben die einheimischen Autokonzerne im vergangenen  Jahr doch gerade in den USA Rekordergebnisse eingefahren.

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(srh)

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