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Urteil: Auto ist auf der Rennstrecke nicht kaskoversichert

09.05.2014 - 17:14

Eine Kaskoversicherung ist teuer, kann sich bei Schäden am eigenen Wagen jedoch schnell lohnen - gerade bei kostspieligen PS-Boliden. Doch greift der Schutz von Teilasko oder Vollkasko auch, wenn das Auto privat auf einer Rennstrecke „verheizt“ wird?

Kfz-Kasko: Keine Haftung bei Autorennen.
Diese Frage hat das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe mit einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil geklärt. Es ging wohl heiß her im April 2012. Der Nürburgring versprach auf der Nordschleife eine Menge Fahrspaß für große Jungs mit viel PS unterm Hintern.

Zu viel PS, wie der Geschäftsführer eines Versicherungsmaklers wohl festestellen musste. Er flog bei Tempo 115 mit dem Porsche 911 GT3 der Firma von der Piste und krachte in die Leitplanke. Fazit: 20.000 Euro Schaden am Renn-Porsche und etwa 1.800 Euro Kosten für die demolierte Schutzplanke.

Warum zahlen, wenn der teure Sportwagen mit einer Kasko gesegnet ist, dachten sich wohl die Verantwortlichen des Unternehmens – und wollten die Kfz-Versicherung in die Pflicht nehmen. Doch die zierte sich – der Streit endete vor dem OLG Karlsruhe.

Die zuständigen Richter sahen jedoch keine Veranlassung, an den Vertragsklauseln der Kaskopolice herumzudeuteln. Die Klage wurde abgewiesen, denn Schäden auf privaten Rennstrecken waren vom Kfz-Versicherungsschutz ausgeschlossen. Eine Revision wurde seitens des Gerichts nicht zugelassen – somit bleibt der geschädigte Halter auf den Kosten des Ausflugs auf den Nürburgring sitzen.

(srh)

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