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Führerscheinentzug und Verlust der Fahrerlaubnis - für Autofahrer eine begriffliche Unterscheidung von Relevanz

03.04.2013 - 12:00

Wer als Verkehrsteilnehmer und vor allem als Autofahrer seine Umwelt gefährdet, muss befürchten, früher oder später von den ordnenden Kräften im Land zum Fußgänger degradiert zu werden. Viele Wege führen dabei zur Fortbewegung per pedes: Zu schnelles Fahren, dichtes Auffahren, Alkohol- und Drogenmissbrauch am Steuer – die Liste der Vergehen ließe sich noch ausbauen. Doch was genau führt letztendlich zum Verlust der automobilen Freiheit? Der Entzug des Führerscheins oder der Fahrerlaubnis? Oder ist dies ein und dasselbe?

Fragen über Fragen, die sich wohl so mancher Autofahrer stellt. CHECK24 bringt Licht ins Wissensdunkel. Fangen wir von vorn an: Mit bestandener Führerscheinprüfung erhalten Sie in Deutschland die Fahrerlaubnis. Diese ist jedoch auf bestimmte Fahrzeugklassen beschränkt ─ beispielsweise auf das Führen eines Pkw, eines Motorrads oder eines Lkw.

Führerschein dokumentiert die erworbenen Führerscheinklassen

Hier kommt der Führerschein in Spiel. Er gibt als amtliches Dokument an, welche Fahrzeuge Sie im Einzelnen fahren dürfen. Verstoßen Sie gravierend gegen geltende Verkehrsregeln, können sie dem Volksmund nach den Führerschein verlieren. Natürlich haben Sie ihn nicht wirklich „verdusselt“. In diesem Fall würde es ausreichen, den Führerschein einfach neu zu beantragen. Ein paar Euro gezahlt, ein paar Wochen gewartet – schon wäre der funkelnagelneue Ausweis wieder sicher im Portemonnaie verstaut.

Führerscheinentzug bedeutet ein temporäres Fahrverbot

Im juristischen Sinn meint der Verlust des Führerscheins jedoch ein Fahrverbot. Der Führerschein wird von den Behörden für eine bestimmte Zeit eingezogen. Ihre Fahrerlaubnis wird also nur temporär ausgesetzt. Liegt der Führerschein bei den Behörden, dürfen Sie überhaupt keine Kraftfahrzeuge fahren – auch nicht solche, für die Sie eigentlich gar keinen Schein bräuchten (beispielsweise landwirtschaftliche Zugmaschinen mit einer Höchstgeschwindigkeit von sechs Stundenkilometern).

Nach Ablauf der angeordneten Frist bekommen Sie Ihren Führerschein wieder ausgehändigt. Bei schweren Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO) können Sie aber auch Ihre Fahrerlaubnis verlieren. Dies ist in Paragraph 3 der StVO geregelt. Werden Sie als „ungeeignet oder nicht befähigt zum Führen von Kraftfahrzeugen“ eingestuft, ist Schluss mit lustig.

Verlust der Fahrerlaubnis kann lebenslang anhalten

In den meisten Fällen geht der Verlust der Fahrerlaubnis mit einer Sperrfrist von sechs Monaten einher. Der Zeitraum kann sich aber auch auf bis zu fünf Jahre ausdehnen. In extremen Fällen können die zuständigen Behörden die Fahrerlaubnis sogar lebenslang entziehen. Damit werden etwa notorische Wiederholungstäter bestraft. Aber auch schwerwiegende gesundheitliche Gründe können diese Maßnahme erforderlich machen.

Der Unterschied zum kalten Führerscheinentzug: Die Fahrerlaubnis bekommen Sie in der Regel nach Ablauf der Sperre nicht so einfach wieder. Normalerweise muss sie neu beantragt werden. Eventuell ist dafür auch ein positives medizinisch-psychologisches Gutachten (im Volksmund auch „Idiotentest“ genannt) vonnöten.

Wer trotz Verbot Auto fährt, riskiert Geld- oder Freiheitsstrafen

Wer sich nicht an das Fahrverbot hält – egal, ob Führerschein oder Fahrerlaubnis entzogen wurde – begeht eine Straftat. Darauf stehen in der Bundesrepublik Freiheitsstrafen bis zu einem Jahr beziehungsweise Geldstrafen. Besser ist es da doch, sich an die Spielregeln zu halten. Dann müssen Sie Ihr Auto auch nichts zwangsweise einmotten und können sich jeden Tag hinters Steuer klemmen.

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(srh)

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