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Kfz-Versicherung: Obacht beim Umzug in andere EU-Länder

09.02.2013 - 16:00

Die Europäische Union wächst, die Länder rücken zusammen. Es ist keine Seltenheit mehr, dass Selbstständige und Angestellte beruflich für einige Zeit – manche für immer – ins europäische Ausland ziehen. Wer diesen Schritt wagt, will auch in Österreich, Slowenien oder dem Vereinigten Königreich gut versichert Auto fahren. Dabei gilt: Das Fahrzeug muss in dem Land angemeldet werden, in dem der Halter wohnt und gemeldet ist. Und nur mit einem gültigen Versicherungsnachweis klappt die Anmeldung – das ist in Kopenhagen genauso wie in Warschau oder Athen.

Die jeweiligen Behörden müssen Nachweise jeder Kfz-Versicherungsgesellschaft akzeptieren, die entweder

  • ihren Sitz oder zumindest eine Niederlassung im betreffenden Land unterhält oder
  • auch ohne Präsenz dort ihre Leistungen erbringen darf.

Kfz-Haftpflicht ist EU-weit Pflicht

EU-weit gilt zudem wie in Deutschland der Mindestversicherungsschutz der Kfz-Haftpflicht. Erweiterte Versicherungsleistungen sind dagegen freiwillig. Ob die Police der aktuellen Autoversicherung auch in der künftigen Wahlheimat gültig ist, sollte bei der Kfz-Versicherung erfragt werden. Wird ein neuer Versicherungsschutz notwendig, geben beispielsweise das nationale Grüne-Karte-Informationszentrum oder die jeweiligen Zulassungsbehörden Auskunft über alternative Kfz-Versicherer vor Ort.

Bisher erworbene Vergünstigungen – etwa im Rahmen erfahrener Schadenfreiheitsrabatte – sollten sich Autofahrer vor dem Umzug von ihrer bisherigen Kfz-Versicherung schriftlich bestätigen lassen. Allerdings sind ausländische Versicherungen nicht dazu verpflichtet, die Rabatte bei Neuverträgen zu berücksichtigen. Auch gelten EU-weit nicht zwangsläufig dieselben Vorschriften und Regelungen.

Tipp: Auf ausreichende Mindestdeckungssummen achten

Gerade bei  der Höhe der Mindestdeckungssummen ist Deutschland Vorreiter. In anderen Ländern der Europäischen Union liegen die gesetzlichen Mindeststandards weitaus niedriger. Dies kann im Schadensfall dazu führen, dass die Schadenssummen die Versicherungsleistungen übersteigen und der Unfallverursacher einen Teil der Forderungen selbst bezahlen muss.

Ähnlich vielfältig sind die ländertypischen Voraussetzungen für Vergünstigungen bei der Versicherungsprämie. Während hierzulande etwa Senioren tendenziell einen höheren Beitrag zu zahlen haben, da die Autoversicherer diese Fahrergruppe als besonders risikohaft einstuft, kommen betagte Versicherte in Österreich in den Genuss von Prämienrabatten, da die dortigen Versicherungsunternehmen der Annahme sind, sie würden besonders umsichtig fahren und weniger Schäden verantworten als andere Versichertengruppen.

Grüne Karte erleichtert Schadensfallabwicklung im Ausland

Wer nur zu Besuch mit dem Auto in anderen EU-Ländern unterwegs ist, sollte auf Nummer sicher gehen und eine Grüne Karte an Bord haben.  Die internationale Versicherungskarte ist zwar nicht mehr zwingend vorgeschrieben, erleichtert jedoch bei einem Schadensfall im Ausland die Verständigung mit den lokalen Behörden und damit eine reibungslose Abwicklung.

In jedem Fall – ob man nun längerfristig im europäischen Ausland wohnt oder nur auf der Durchreise ist – ist es empfehlenswert, sich zuvor eingehend über die jeweiligen Kfz-Versicherungsgepflogenheiten und -regeln im Gastland zu informieren. Starke Kfz-Versicherungen finden Sie im Vergleichsrechner von CHECK24.

(srh)

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