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Änderungen der Typ- und Regionalklassen können Autoversicherung für das kommende Jahr bis zu 250 Euro teurer machen

14.09.2009 - 17:00

Wie hoch die Versicherungsprämie für ein Fahrzeug ist, liegt nicht allein in der Macht des Versicherungsnehmers. Natürlich beeinflusst er den Betrag maßgeblich durch die Wahl seiner Versicherung und seines Fahrzeugs sowie durch seine Person. Aber auch Typ- und Regionalklassen haben Einfluss auf die Höhe des Beitrags. Diese werden jedes Jahr von einem unabhängigen Treuhänder anhand der Schadenverläufe der 20.033 Pkw-Modelle sowie der regionalen Zulassungsbezirke überprüft.

Ändert sich die Einstufung einer Region oder eines Fahrzeugtyps kann sich das positiv und negativ auf die Versicherungsprämie für das kommende Jahr auswirken. Im ungünstigsten Fall muss ein Versicherungsnehmer mit bis zu 250 Euro Mehrkosten im Jahr rechnen.*

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hat jetzt die geplanten Neu-Einstufungen in den Typ- und Regionalklassen für die Autoversicherung bekannt gegeben.

Typklassenänderungen und deren Auswirkungen**

Die jährliche Kalkulation der Typklassen richtet sich nach der exakten Bestimmung des Fahrzeugtyps, der Unfallhäufigkeit sowie den dabei entstandenen Schadenkosten.

Für 27,2 Prozent aller Autofahrer wird es im kommenden Jahr Änderungen bei der Typklasse in der Kfz-Haftpflichtversicherung geben. Laut GDV ändert sich die Einstufung bei 25,2 Prozent nur um eine Klasse, knapp 2 Prozent werden um mehr als eine Klasse verändert eingestuft. Für 72,8 Prozent bleibt alles gleich.

In der Vollkaskoversicherung sind insgesamt 37 Prozent von den Umstufungen betroffen. Hiervon werden 68,5 Prozent einer niedrigeren, also günstigeren Typklasse zugeordnet. In der Teilkasko werden 38,8 Prozent aller Fahrzeuge umgestuft, davon 76,5 Prozent in eine niedrigere Typklasse.

16 Typklassen gibt es in der Kfz-Haftpflichtversicherung. Die Teilkasko kalkuliert mit 24, die Vollkaskoversicherung mit 25 Stufen.

Auf- und Absteiger mit höchsten Typklassen-Veränderungen**

Kfz-Haftpflichtversicherung:
Besser:- 3 KlassenMazda DE (Mazda 2 1.4), 55 kW
- 3 KlassenAudi B8 (A5 2.7 TDI), 140 kW
Schlechter:+ 3 KlassenRenault R (Clio 1.6), 82 kW
+ 3 KlassenCitroen (C1 1.4 HDI), 40 kW
Vollkaskoversicherung:
Besser:- 3 KlassenVolvo B (V70 2.4 D), 136 kW
- 2 KlassenSkoda 1Z (OCTAVIA 2.0), 110 kW
Schlechter:+ 6 KlassenPeugeot 4 (308 1.6), 88 kW
+ 5 KlassenFord BA7 (Mondeo FLH 2.0), 107 kW
+ 4 KlassenDaihatsu M4 (Materia 1.3), 67 kW
Teilkaskoversicherung:
Besser:- 3 KlassenSmart 452 (Smart Roadster 0.7), 60 kW
- 2 KlassenToyota A2 (RAV4 1.8), 92 kW
Schlechter:+ 3 KlassenVW 1K (GOLF V 1.4), 55 kW
+ 2 KlassenMB 211 (E 240), 130 kW

Veränderungen in den Regionalklassen**

Für 33 Prozent der zugelassenen Pkw ändert sich laut GDV die Regionalklasse in der Kfz-Haftpflichtversicherung. Die Region Rügen wird in der Kfz-Haftpflichtversicherung um drei Klassen niedriger und damit günstiger eingestuft. Zu den günstigen Regionen zählen zum Beispiel der Landkreis Mecklenburg-Strelitz (71,95) und der brandenburgische Elbe-Elster-Kreis (69,01), Schlusslicht bei den teuren Zulassungsbezirken ist der Landkreis Kaufbeuren (139,80).

Bei der Vollkaskoversicherung verändern sich 24 Prozent der Bezirke, ebenso bei der Teilkaskoversicherung. In der Vollkaskoversicherung fährt man günstig zum Beispiel in Oldenburg (74,09) – teuer hingegen wird es unter anderem im Kreis Ostallgäu (132,71). In der Teilkaskoversicherung ist z.B. Würzburg (56,47) günstig, während der Kreis Uecker-Randow (213,19) ein teurer Zulassungsbezirk ist.

Die Statistik der Regionalklassen erfasst dagegen die Schäden in einer bestimmten Region. Der für einen Zulassungsbezirk angegebene Indexwert errechnet sich aus der Anzahl und der Höhe der Schäden, die von den Autofahrern mit dem entsprechenden Kennzeichen insgesamt verursacht und von der Versicherung reguliert wurden.

Der jeweilige Indexwert bestimmt in welche Regionalklasse der Zulassungsbezirk eingeteilt wird und beeinflusst darüber die Höhe des Versicherungsbeitrags.

Autoversicherung wechseln & sparen – Stichtag 30. November 2009

Ein Vergleich der Autoversicherung lohnt sich. Zwar können die geänderten Typ- und Regionalklassen für Neuverträge bereits ab 01. Oktober 2009 Anwendung finden, bei laufenden Verträgen werden die neuen Typklassen zu Beginn der nächsten Hauptfälligkeit, d.h. in der Regel erst ab 01. Januar 2010, wirksam.

Wer seine Autoversicherung zum 01. Januar 2010 wechseln will, muss seine alte Police bis zum 30. November 2009 kündigen. Es lohnt sich bei kostenlosen Online-Vergleichsportalen wie CHECK24 die wichtigsten Autoversicherer zu vergleichen. Bei Neuabschluss einer Versicherung kann man bis zu 500 Euro sparen.

* eigene Berechnungen anhand der DEVK: Versicherungswechsel, Versicherungsbeginn 01.01.2010, Erstwagen, Halter=VN, eigenfinanziert, keine Punkte, jährliche Beitragszahlweise, alte vs. neue Typklasse vom Peugeot 4 (308 1.6), 88 kW, (HSN/TSN 3003/AGF), 15.000km/a, EZL 01.08.2008, Zul. auf Halter 01.08.2008, Garage, VN männlich 01.12.1964, Führerschein 01.02.1983, ledig, VK/TK 300/150 SB, SF8, ÖD, priv. Nutzung, a) 26121 Oldenburg; b) 86807 Buchloe (Ostallgäu), ohne Schutzbrief, ohne Werkstattbindung

(df/eko)

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