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Das ist bei der Ummeldung des Autos zu beachten

03.09.2013 - 10:00

Für die Ummeldung eines Autos gibt es meist zwei Gründe: Entweder haben Sie einen Gebrauchtwagen gekauft und wollen das Kfz nun auf Ihren Namen zulassen. Oder Sie sind in ein anderes Bundesland oder eine neue Stadt umgezogen - und dadurch hat sich das Zulassungsgebiet geändert.

Informieren Sie sich am besten im Vorfeld über die Höhe der Zulassungsgebühren und nehmen Sie genügend Bargeld zur Zulassungsstelle mit. Denn nicht überall kann mit EC- oder Kreditkarte bezahlt werden.

Ohne Kfz-Versicherung scheitert die Zulassung des Autos

Für die fällige Kfz-Steuer, die jährlich zu bezahlen ist, verlangen die Bundesländer seit Oktober 2005 eine entsprechende Einzugsermächtigung des Halters. Ohne die ist eine Zulassung nicht möglich. Gleiches gilt für den Kfz-Versicherungsschutz. Mindestens eine Kfz-Haftpflichtversicherung muss bestehen, damit die Behörde das Auto zulässt. Als Nachweis der gültigen Kfz-Versicherung reicht die elektronische Versicherungsbestätigungsnummer - kurz eVB-Nummer. Diese schickt die Versicherung Ihnen zu.

Benötigte Dokumente bei der Kfz-Zulassung:

  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugbrief)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugschein)
  • Personalausweis oder Reisepass mit Meldebestätigung
  • Nachweis der gültigen Hauptuntersuchung (HU)
  • bisherige Kennzeichen, wenn vorhanden
  • bei Zulassung durch andere Person als Halter: Vollmacht und Personalausweis des Bevollmächtigten
  • eVB-Nummer der Kfz-Versicherung
  • Einzugsermächtigung für die Kfz-Steuer, dazu auch Kontodaten

Oldtimer und Fahrzeuge aus dem Ausland benötigen weitere Unterlagen

Bei Oldtimern sind neben den genannten Unterlagen auch erforderlich:
  • Oldtimer-Gutachten
  • Polizeiliches Führungszeugnis
  • Punktestand des Flensburger Kontos
Bei gebrauchten Fahrzeugen aus dem Ausland müssen auch ein Vollgutachten einer deutschen Prüfstelle sowie eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Zolls (bei Autos außerhalb der EU) vorgelegt werden.

Mitnahme der Nummernschilder bald deutschlandweit möglich

Bisher können die alten Nummernschilder (des Vorbesitzers oder des eigenen alten Wagens) nur weiter genutzt werden, wenn sich der Zulassungsbezirk nicht ändert. Die Mitnahme der Kennzeichen über die Bezirksgrenzen hinweg ist jedoch politisch beschlossene Sache und soll 2014 umgesetzt werden.

Die Daten für neue Nummernschilder vergibt die Zulassungsstelle. Damit können die Kennzeichen bei einem Schildermacher angefertigt werden. Gegen eine Gebühr können Sie sich im Vorfeld auch ein Wunschkennzeichen sichern - vorausgesetzt, die gewünschte Buchstaben-Zahlen-Kombination ist verfügbar.

Der Bundesrat hat zudem im Juli 2013 beschlossen, die An- und Abmeldung von Fahrzeugen künftig auch online anbieten zu wollen. Ab 2015 sollen Autobesitzer über das Portal des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) mit dem neuen Personalausweis im Scheckkartenformat und einem Sicherheitscode Autos abmelden können. In einem weiteren Schritt soll auch die Wiederanmeldung online möglich werden - allerdings nur für den gleichen Halter.

(srh)

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