0800 - 24 24 123
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

Kfz-Leasing - auf Stolperfallen achten

29.10.2013 - 15:58

Ein neues Auto ist schon etwas Feines. Und der Traumwagen ist bei vielen auch schnell ausgemacht. Doch beim Blick auf das Preisschild im Autohaus ist die gute Kauflaune oft schlagartig im Keller. Was - so viel!? Wie gut, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt. Beim freundlichen Autohändler heißt sie Leasing.

Im Unterschied zum kompletten Kaufpreis kommen die monatlichen Raten richtig günstig daher. Da überlegen viele nicht mehr lange und leasen das neue Auto. Doch auch hier gilt es, den Leasingvertrag vor der Unterschrift genau zu studieren, um Stolperfallen zu umgehen.

Zuerst zu den Vorteilen: Leasingfahrzeuge sind neu, die Wartung  ist meist inklusive. Am Ende der Leasinglaufzeit wird der Wagen einfach wieder abgegeben.

Leasingvertrag ist nicht vorzeitig kündbar

Dafür sehen Leasingverträge zumeist feste Laufzeiten vor. Der Vertrag ist nicht vorzeitig kündbar. Das kann gerade bei langer Vertragsdauer zu Problemen führen. Wird der geleaste Wagen in der Folge zum Beispiel aufgrund von Familienzuwachs zu klein, ist das Pech. Der Leasingnehmer kann das Fahrzeug weder verkaufen noch gegen ein größeres umtauschen. Die Raten laufen weiter, auch wenn das Auto nicht genutzt wird und eventuell sogar ein zweites angeschafft werden muss.

Nur unter bestimmten Umständen kann ein Leasingvertrag vorzeitig gekündigt werden. Daher sollte das entsprechende Kleingedruckte im Vertrag genau durchgelesen werden. Unklarheiten sollten mit dem Leasingpartner geklärt werden.

Bei Zahlungsrückstand drohen Kündigung und Schadensersatzforderungen

Kfz-Leasing will gut überlegt sein.
Wer sich nun denkt, er sei besonders clever, bezahlt einfach einige Raten nicht und wartet, bis der Leasinggeber den Vertrag von sich aus kündigt, schießt sich damit ein Eigentor. Richtig ist: Gerät der Kunde mit der Ratenzahlung in Rückstand, kann der Leasinggeber oft bereits nach zwei aufeinanderfolgenden Zahlungsausfällen kündigen. Doch dann kann er vom Kunden Schadensersatz verlangen - und notfalls einklagen.

Eine weitere Stolperfalle lauert bei der Frage "Restwert- oder Kilometerklausel"? Wer einen Leasingvertrag mit Kilometerbeschränkung abschließt, legt vorab fest, wie viele Kilometer er mit dem Fahrzeug voraussichtlich bis zur Rückgabe des Wagens fahren wird. Bei Laufzeiten über mehrere Jahre kann diese Schätzung schwierig sein - und hinterher teuer werden. Denn jeder Kilometer mehr auf dem Tacho kostet dann zusätzlich Geld. Allerdings werden auch eventuelle Minderkilometer finanziell erstattet.

Leasing mit Kilometerbegrenzung: Bedarf gut einschätzen

Deshalb ist es bei dieser Art von Leasingvertrag wichtig, seinen Bedarf gut einzuschätzen und die Kosten für Mehrkilometer so gering wie möglich zu halten. Das Restwertleasing ist die zweite Option. Zu Vertragsbeginn wird der Restwert des Autos bei Rückgabe durch den Kunden festgelegt. Der Restwert sagt aus, wie viel Geld der Wagen nach dem Ende des Leasingvertrags wohl noch auf dem Gebrauchtwagenmarkt wert sein wird.

Auch hier handelt es sich um eine Schätzung. Da der Kunde meist Laie ist, muss er sich auf die Aussagen des Leasingpartners - etwa des Autohauses - verlassen. Auf Schwankungen des Gebrauchtwagenmarktes und den tatsächlichen Wert des Leasingrückläufers zum Zeitpunkt der Abgabe hat er keinen Einfluss.

Auch Leasingverträge mit Restwertklauseln haben ihre Tücken

Ist der Wagen am Ende weniger wert als ursprünglich angenommen, muss der Kunde den Differenzbetrag bezahlen. Allerdings kann der Leasingnehmer in einem gewissen Umfang selbst dafür sorgen, dass der Wagen am Ende Spitzenpreise erzielt. Dazu gehören ein pfleglicher Umgang mit dem gemieteten Fahrzeug, eine unfallfreie Fahrt und möglichst wenig Kilometer auf dem Tacho. "Abgerockte" Leasingrückläufer will keiner gerne haben - entsprechend wenig Geld sind sie noch wert.

Wer sich für ein Leasingfahrzeug entscheidet, sollte also einiges berücksichtigen. Dazu gehört auch die richtige Kfz-Versicherung. Um die muss sich der Kunde selbst kümmern. Die Kfz-Haftpflicht ist obligatorisch. Da der Wagen nur "geliehen" und neuwertig ist, bietet sich darüber hinaus auch eine Teil- oder Vollkaskoversicherung an, die auch Schäden am geleasten Fahrzeug selbst mit abdeckt.

Kfz-Versicherung: Kasko mit GAP-Deckung ist für Leasingfahrzeuge sinnvoll

Gerade bei einem Diebstahl oder Totalschaden nach einem Unfall stehen Leasingkunden auch mit einer Vollkaskopolice leicht im Regen da. Das Auto ist futsch, doch die Raten laufen weiter. Und der Restwert ist auch gleich null. Diese Finanzierungslücke sollte deshalb beim Abschluss der Kaskoversicherung durch die Zusatzklausel der GAP-Deckung geschlossen werden. Dann kommt die Kfz-Versicherung für diese eventuellen Extrakosten ebenfalls auf.

Eine leistungsstarke Kfz-Versicherung für Ihren geleasten Traumwagen finden Sie unkompliziert mit dem kostenlosen und unverbindlichen Kfz-Versicherungsrechner von CHECK24.

(srh)

Weitere Artikel: