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Beim Werkstattbesuch auf Nummer sicher gehen

25.05.2013 - 12:00

Wer nur eine Kfz-Haftpflicht- oder Teilkaskoversicherung besitzt, für den kann schon ein kleiner "Bums" teuer werden. Denn den Schaden am eigenen Wagen müssen Sie dann auf eigene Kosten in einer Kfz-Werkstatt ausbügeln lassen. Wir verraten Ihnen, worauf Sie vor und nach dem Besuch in der Autowerkstatt achten sollten.

Ein Autounfall ist schnell passiert: An der Ampel zu spät gebremst, am Stauende leicht aufgefahren, beim Parken kurz unachtsam gewesen - Kratzer, Dellen oder kaputte Scheinwerfer sind die Folgen. Da heißt es: Auf in die nächste Werkstatt und den Schaden schnell beheben lassen. Schließlich sind die meisten Autofahrer auf ihren Wagen angewiesen.

Spielen Sie selbst den Schadensgutachter

Bevor es jedoch in die Werkstatt geht - ob aus eigener Motorkraft auf vier Rädern oder Huckepack auf dem Abschlepper - sollten Sie den angerichteten Schaden selbst begutachten. Dadurch können Sie den Reparaturauftrag so präzise wie möglich formulieren. Ein saloppes "Sie sehen ja das Dilemma, Sie machen das schon" zum Werkstatt-Chef kann hinterher bei der Rechnung teuer werden.

Bei größeren Unfallinstandsetzungen ist in jedem Fall ein Kostenvoranschlag einzuholen. Er bildet im Regelfall die Grundlage für den späteren Werkvertrag zwischen Kunde und Autowerkstatt und ist maßgeblich für die spätere Abschlussrechnung. Im Kostenvoranschlag sind alle notwendigen Arbeiten am Fahrzeug genau aufgelistet. Das betrifft sowohl Art und Umfang der Arbeiten als auch Materialkosten, Arbeitszeit und die Mehrwertsteuer. Ob Sie bereits die Erstellung des Kostenvoranschlags etwas kostet, muss die Werkstatt vorher klar kenntlich machen.

Ohne Kostenvoranschlag in der Tasche unbedingt Höchstgrenze festlegen

Ist ein Kostenvoranschlag nicht möglich (etwa weil der Umfang des Schadens nicht einfach abzuschätzen ist), sollten Sie mit der Werkstatt schriftlich eine finanzielle Höchstgrenze vereinbaren. Droht diese während der Reparaturarbeiten überschritten zu werden, muss die Kfz-Werkstatt Sie informieren und das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen.

Ist der Wagen wieder schick, ist vor der Bezahlung die Rechnung genau zu prüfen. Stimmen die Positionen mit dem Kostenvoranschlag überein? Sind lohn- und Materialkosten sauber gekennzeichnet und getrennt? Ist die Mehrwertsteuer ausgewiesen? Entdecken Sie dann noch in der Werkstatt oder bei der anschließenden Heimfahrt Mängel am instandgesetzten Fahrzeug (ist beispielsweise eine Delle nicht sauber ausgebeult, verliert der Wagen nach wie vor Öl oder vernehmen Sie komische Geräusche aus dem Motorraum), dann müssen Sie dies der Autowerkstatt unbedingt sofort mitteilen und verlangen, die Mängel zu beheben.

Werkstatt muss Mängel innerhalb der Gewährleistungsfrist abstellen

Im Zweifel leisten Sie die Bezahlung der Rechnung nur unter Vorbehalt. Kfz-Betriebe haften zwei Jahre für erbrachte Leistungen. Viele Werkstätten begrenzen diese Frist vertraglich jedoch meist auf zwölf Monate. Dies ist durchaus zulässig. Sind während dieser Zeit Nachbesserungen notwendig, muss der Kunde der Werkstatt dafür eine angemessene Frist einräumen.

Weigert sich der Betrieb, die Mängel zu beheben, kann eine andere Werkstatt die Arbeiten ausführen - auf Kosten des anderen Werkstattbetriebs. Nur, wenn die Nachbesserung derart teuer kommt, dass dies für den Kfz-Betrieb unzumutbar ist, kann die Werkstatt von der Zahlung befreit sein.

Mit einer Vollkaskoversicherung auf Nummer sicher gehen

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, schließt lieber eine Kfz-Vollkaskoversicherung ab. Diese deckt auch selbstverschuldete Schäden am eigenen Wagen ab und übernimmt im vertraglich festgelegten Umfang die notwendigen Reparaturkosten in der Autowerkstatt.

(srh)

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