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Telefonieren, essen, knutschen: Junge Autofahrer sind oft abgelenkt

31.07.2013 - 12:00

Sie finden Autofahren langweilig? Vielleicht empfinden das gerade junge Autofahrer ähnlich. Denn viele junge Menschen in Deutschland sitzen während der Autofahrer nicht einfach nur hinterm Lenkrad und achten brav auf den Verkehr. Nein, Multitasking ist bei den Jungspunden bis 25 Jahren angesagt. Diesen Schluss lässt zumindest eine Studie des Reifenherstellers Goodyear zu.

Danach telefonieren, simsen, essen und trinken junge Autofahrer während der Fahrt, was das Zeug hält. Die Studie umfasste 6.400 Autofahrer zwischen 18 und 25 Jahren aus insgesamt 15 EU-Ländern. Fahrerinnen geben sich danach Multitasking-affiner als ihre männlichen Pendants und lassen sich am Steuer stärker ablenken. Und noch ein Klischee bedient die Auswertung: Im europäischen Vergleich sind die Deutschen beim Autofahren disziplinierter als ihre Altersgenossen in anderen Ländern.

Spitzenreiter: essen und trinken hinterm Steuer

An der Spitze der Nebenbeschäftigungen im Auto stehen bei den deutschen Autofahrern essen (46 Prozent) und trinken (31 Prozent). Das ist hierzulande nicht strafbar. Anders sieht dies beim Telefonieren mit dem Handy aus. Wer erwischt wird, zahlt und bekommt sogar einen Punkt in Flensburg "gutgeschrieben".

Doch das scheint die befragten Teilnehmer aus Deutschland nicht sonderlich zu stören. Ein Drittel von ihnen kommuniziert trotzdem munter mit der großen, weiten Welt jenseits der Autoscheiben - Frauen mit 35 Prozent etwas häufiger als Männer (32 Prozent). Wer deshalb einen Unfall verursacht, kann auch schnell Ärger mit der Kfz-Versicherung bekommen. Unter Umständen legt die Assekuranz die Handy-Aktion als grobe Fahrlässigkeit aus - und zahlt den angerichteten Schaden nur anteilig.

"Die Haare schön" ist vor allem für die Damen ein Muss im Auto

Auf Platz vier der Fahrsünden landet SMS schreiben. Ebenfalls verboten, machen es dennoch 26 Prozent der aus Deutschland stammenden Umfrageteilnehmer. Make-up nachbessern, die Frisur richten, Kleidung wechseln - während der Autofahrt ein rein weibliches Hoheitsgebiet, könnte man denken. Richtig ist, dass das weibliche Geschlecht hier die Nase vorn hat. Immerhin knapp jede fünfte Frau gab an, sich bereits einmal während der Fahrt "aufgehübscht" zu haben. Doch so ganz allein sind sie damit nicht. Auch zehn Prozent der männlichen Probanden outeten sich als eitle und modebewusste Autofahrer, die nicht vom Spiegel in der Sonnenblende lassen können.

Weniger freizügig als etwa mit dem Handy sind die Deutschen auch beim Austausch von Zärtlichkeiten im Wagen. Küssen ist nur bei 28 Prozent der Frauen erlaubt, die Männer (15 Prozent) geben sich noch prüder. Auch europaweit fahren die Deutschen damit den anderen Ländern im Schnitt hinterher.

(srh)

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