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Dritte Kraft bei der Personenbeförderung: Fernbusse

17.12.2013 - 15:00

Seit der Liberalisierung  des Fernverkehrs im vergangenen Jahr haben Bahn und Flugzeug Konkurrenz bekommen. Vor allem für Menschen mit schmalem Geldbeutel sind die Angebote der neuen Fernbuslinien eine verlockende Alternative. Das Angebot ist binnen weniger Monate seit der Öffnung des Marktes sprunghaft angewachsen. Das belegt eine aktuelle Studie.

Die Branchenanalyse wurde vom Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen in Auftrag gegeben. Durchgeführt wurde sie vom Berliner Iges-Institut. Das Fazit laut dem Tagesspiegel, dem die Studienergebnisse vorliegen: Derzeit können Verbraucher pro Woche über 5.100 Fahrten mitmachen - eine Steigerung um über 330 Prozent seit Ende 2012. Auch die Anzahl der Fernbusverbindungen wurde und wird stark ausgebaut.

Fernbusse bedienen nicht nur die Metropolen

Fernbusse werden zunehmend beliebter.
Dabei fahren die Busunternehmen laut der Studie nicht nur die stark frequentierten und somit besonders lukrativen Verbindungen zwischen den großen deutschen Städten an. Auch Direktverbindungen zwischen Destinationen, die von der Konkurrenz Bahn so nicht angeboten werden, bedienen die Fernbusse

Auch die Zahl der Betreiber kann sich sehen lassen. Neben neuen Platzhirschen wie beispielsweise MeinFernbus oder Flixbus wollen auch andere ein Stück vom Kuchen abhaben. Der ADAC hat eigene Busse im Rennen, ebenso die Deutsche Bahn. Selbst Discounter wie Aldi entdecken Fernreisen per Bus für sich beziehungsweise ihre Klientel und offerieren eigene Angebote.

Laut der Iges-Studie sind derzeit 40 Fernbusbetreiber in Deutschland aktiv. Die Busse fahren jedoch nicht nur innerdeutsche Routen ab. Die Fahrt geht auch schon einmal über den deutschen Tellerrand ins benachbarte Ausland. Einwohner von Bayerns Landeshauptstadt München können so etwa bequem und für wenig Geld einen Städtetrip nach Prag unternehmen.

Eng verzahnt sind die Fernbus-Angebote mit dem Internet. Die Betreiber sind online mit eigenen Seiten vertreten, über die Kunden bequem buchen können. Tickets können ausgedruckt oder auf dem Smartphone gespeichert werden, um sie vor Fahrantritt vorzeigen zu können. In den meisten Fällen befinden sich die Omnibus-Bahnhöfe zentral in den Städten und sind für die Passagiere gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Moderne Busse bieten Reisenden genügend Komfort

Die Busse sind zudem modern, das Platzangebot ist ausreichend. Platz für Gepäck ist reichlich. Viele Unternehmen bieten gegen Aufpreis auch eine Fahrradmitnahme an. Studenten mit wenig Gepäck können so einen Umzug fast schon mit dem Fernbus erledigen.

An Bord sorgen Toilette und WLAN for free für Freude. Meist werden den Fahrgästen auch kalte Getränke, Kaffee und diverse kleine Snacks offeriert. Gegen einen Privat-Pkw oder die Fahrt mit einer Mitfahrgelegenheit (Mfg) können Fernbusreisen in punkto Schnelligkeit nicht mithalten. Die beliebte Strecke von München nach Karlsruhe etwa dauert mit dem Pkw im Schnitt 2,5 bis drei Stunden. Mit dem Fernbus müssen Reisende eine gute Stunde länger veranschlagen.

Fernbus-Markt wird sich mittelfristig bereinigen

Branchenexperten rechnen damit, dass sich Fernbusse als dritte feste Größe im innerdeutschen Reisefernverkehr etablieren werden. Allerdings rechnen sie damit, dass sich der Markt in naher Zukunft bereinigen wird. Nur wenige Anbieter werden den Verdrängungswettbewerb überleben, es wird zu Fusionen kommen. Spätestens dann werden sich auch die Fahrpreise etwas nach oben anpassen.

Derzeit können viele Angebote nur aus Marketingsicht als gelungen angesehen werden. Für die Fahrt München-Freiburg beispielsweise sind bei rechtzeitiger Buchung gerade einmal neun Euro zu berappen. Da kommt nicht einmal die Mfg mit. Auch wenn diese Sitzplatz-Kategorien pro Fahrt begrenzt sind und die übrigen Tickets etwas teurer ausfallen: Für die Anbieter und angeschlossenen Busunternehmen können solche Kalkulationen auf lange Sicht nicht profitabel sein.

Wer absolut flexibel von A nach B kommen möchte, wird weiterhin lieber das eigene Auto nutzen. Doch auch hier können findige Halter die Kosten deutlich senken: Einfach die Kfz-Versicherung über CHECK24 vergleichen, günstige alternative Angebote finden, abschließen und bis zu 850 Euro pro Jahr allein bei der Kfz-Versicherungsprämie sparen.

(srh)

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