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Umfrage: Viele Autofahrer ignorieren negativen Einfluss von Medikamenten

24.07.2013 - 12:00

Autofahren unter Drogeneinfluss ist streng verboten, ebenso wie ein Übermaß an Alkohol. Doch wie sieht es bei Medikamenten aus? Laut Bild.de geschah  jeder vierte Verkehrsunfall im Jahr 2011 nach der Einnahme von Arzneimitteln. Doch  das Gros der Autofahrer scheinen recht sorglos mit der Thematik umzugehen. Viele setzen sich einer im Auftrag der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (Abda) durchgeführten Studie zufolge auch krank und mit Medikamenten vollgepumpt hinters Steuer.

Laut der repräsentativen Umfrage  gaben zwei Drittel der Teilnehmer an, schon einmal krank und/oder unter Medikamenteneinfluss Auto oder Motorrad gefahren zu sein. Ein Drittel hat sich dabei nicht einmal im Vorfeld darüber informiert, ob die Mittelchen irgendwelche Auswirkungen auf das Fahrverhalten haben können.

Dabei war so gut wie allen Studienteilnehmern klar, dass ein angeschlagener Gesundheitszustand in Verbindung mit Medikamenten am Steuer die Fahrtüchtigkeit stark beeinträchtigen kann. Das gilt auch umso mehr für die Kombination aus Medikamenten und Alkohol.

Auch scheinbar harmlose Medikamente haben es in sich

Nicht nur Beruhigungs- und Schlafmittel können für einen rapiden Konzentrationsabfall hinterm Lenkrad sorgen. Dies gilt in vielen Fällen ebenso für Augentropfen und Mittel gegen Migräne. Das betrifft zudem verschreibungspflichtige Medikamente ebenso wie frei erhältliche Arzneien. Auch wer scheinbar harmlosen Hustensaft zu sich nimmt, sollte im Zweifel lieber das Fahrzeug stehen lassen -  dasselbe gilt bei Allergiemedikamenten.

Für bestimmte Medikamente werden auch ausdrückliche Fahrverbote ausgesprochen. Dies ist  auf dem jeweiligen Beipackzettel vermerkt. Wer den Hinweis ignoriert und einen Verkehrsunfall verursacht, muss mit rechtlichen Konsequenzen (Bußgeld und Fahrverbot bis hin zur Freiheitsstrafe) rechnen.

Vorsicht: Kfz-Versicherungsschutz ist in Gefahr!

Das gilt so auch für den Kfz-Versicherungsschutz. Haben Sie als Fahrer durch die Einnahme von Medikamenten grob fahrlässig gehandelt, müssen Sie eventuell teilweise selbst für den entstandenen Schaden haften. Grundsätzlich empfiehlt der ADAC jedem angeschlagenen Autofahrer, gezielt auf Warnhinweise des Körpers zu achten.

Das können Schwindelgefühle, Benommenheit und Müdigkeitsattacken sein. Halten Sie im Zweifel lieber etwas mehr Abstand zum vorausfahrenden Verkehr und fahren Sie langsamer. Und bei der nächsten Gelegenheit sollten Sie den Wagen abstellen und zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln weiter vorankommen - bevor Sie noch sich oder andere Verkehrsteilnehmer gefährden.

(srh)

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