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Verschärfte Strafen für britische Autofahrer ohne Kfz-Versicherung

20.08.2013 - 09:30

Autofahrer, die im Vereinigten Königreich ohne gültige Kfz-Versicherung unterwegs sind, werden seit gestern härter bestraft. Das meldet die Zeitschrift The Telegraph in ihrem Online-Auftritt. Wer erwischt wird, zahlt nun 300 (etwa 352 Euro) statt bisher 200 britische Pfund (rund 235 Euro).

Die verschärften Bußgelder kommen nicht von ungefähr. Wie die Versicherungsgesellschaft AA Insurance laut dem Blatt ermittelt hat, besitzt jeder 25te britische Fahrzeughalter keine entsprechende Autoversicherung - und gefährdet damit alle Verkehrsteilnehmer in unnötiger Weise. Hochgerechnet auf den Gesamtbestand der gemeldeten Fahrzeuge bedeutet die Erhebung der Kfz-Versicherung, dass rund eine Million Fahrzeuge im Vereinigten Königreich nicht versichert sind.

Versicherungsmuffel: Autofahrer im Vereinigten Königreich sind Spitzenreiter

Damit ist das Land Spitzenreiter in Europa. Laut dem Motor Insurers' Bureau (MIB) ist dagegen in Deutschland nur einer von 500 Autofahrern nicht versichert. In Schweden beträgt die Rate sogar nur 1 zu 1.000.

Die Hauptgruppe der Kfz-Versicherungsverweigerer hat AA Insurance bei männlichen Autobesitzern bis 22 Jahren ausgemacht. Sie müssten laut der Versicherungsgesellschaft als Fahranfänger durchschnittlich über 1.200 britische Pfund (circa 1.400 Euro) im Jahr für den Kfz-Versicherungsschutz bezahlen - viel Geld für Studenten oder Berufsanfänger. Daher nehmen offenbar viele die Gefahr des weitaus geringeren Bußgeldes in Kauf.

Schäden kosten jedes Jahr rund 380 Millionen Pfund

Simon Douglas, Geschäftsführer der britischen Versicherungsgesellschaft, sagte dem Blatt zufolge, dass nicht versicherte Autofahrer im Vereinigten Königreich jedes Jahr einen Schaden von ungefähr 380 Millionen britischen Pfund verursachen würden. Dies schlage sich mit rund 33 Pfund "Aufpreis" in den Beitragssätzen der Kfz-Versicherung jedes versicherten Autofahrers nieder.

Umfrageteilnehmer befürworten härtere Strafen

Wenig erstaunlich, befürwortet daher laut einer entsprechenden Umfrage der Assekuranz unter 20.000 Versicherten ein Großteil (81 Prozent) ein rigideres Vorgehen gegenüber nicht versicherten Autofahrern. Über die Hälfte der Befragten ist sogar dafür, diese Personen mit Gefängnisstrafen zu belegen.

(srh)

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