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Spritpreis-Meldestelle: Kartellamt will bestehende Behörden-Plattform nutzen

11.06.2013 - 09:19

Laut Medieninformationen macht der Aufbau der bundesweiten Spritpreis-Meldesstelle gute Fortschritte. Binnen der kommenden sieben Wochen könnten die Tankstellen ihre Spritpreise voraussichtlich testweise an die neue Zentrale melden,  äußerte sich Andreas Mundt, der Leiter des Bundeskartellamts, dem die Meldestelle untersteht.

Bei der Technik bedient sich das Bundeskartellamt seit Kurzem bei der Bundesanstalt für Straßenwesen. Diese hat bereits seit rund einem Jahr eine Internet-Plattform, auf der beispielsweise Daten über Verkehrsdichte, Baustellen und Staus hinterlegt sind. Darauf greifen etwa Navigationsanbieter zu. Das Kartellamt will nun diese Basis - den sogenannten Mobilitäts-Daten-Marktplatz (MDM) - nutzen, um dem Verbraucher darüber die Benzinpreise von rund 15.000 Tankstellen zur Verfügung zu stellen.

Zusammenarbeit der Behörden spart Zeit

Die Zusammenarbeit beider Behörden spart dem Kartellamt vor allem viel Zeit bei der Umsetzung seines Vorhabens. Denn es kann auf ein funktionierendes System mit geeigneten Schnittstellen zurückgreifen. Nach einer Testphase, so Mundt Medienberichten zufolge, sollen die Spritdaten dann so schnell wie möglich dem Autofahrer online zur Verfügung gestellt werden.

Die Meldestelle für Diesel, Super und den neuen Treibstoff E10 heißt offiziell Marktransparenzstelle. Ziel ist es, dass Tankstellenbetreiber jede Preisänderung an ihren Zapfsäulen innerhalb von fünf Minuten melden müssen. Autofahrer können dann fast in Echtzeit sehen, wo es in ihrer näheren Umgebung  den günstigsten Treibstoff gibt.

Spritpreise sind für alle Verbraucher abrufbar

Die Preisinformationen sollen über Apps, das Navigationssystem im Wagen sowie über die Internet-Plattform selbst abrufbar sein. Der Start ist auf jeden Fall noch für dieses Jahr anvisiert. Ob es jedoch gelingen wird, die Spritpreise noch vor Beginn der Sommerferien zentral zu verwalten und bereitzustellen, ist noch offen.

Das Bundeskartellamt rechnet im Normalbetrieb mit rund 60 Millionen Preisbewegungen pro Jahr, die über die Meldestelle laufen werden. Da viele Tankstellen jedoch an Ketten gebunden sind und ihre Preisvorgaben von der jeweiligen Zentrale automatisch vorgegeben bekommen, rechnen die Verantwortlichen für die Markttransparenzstelle damit, dass ein Großteil der Meldungen weitgehend automatisch abgewickelt werden kann.

(srh)

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