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Stiftung Warentest bewertet zehn Spritpreis-Apps

02.03.2014 - 12:00

Seit September ist die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe im Testbetrieb - seit Dezember des vergangenen Jahres im regulären Modus - und versorgt die Verbraucher mit aktuellen Zahlen zu den Spritpreisen überall in der Republik. Dienstleister bereiten diese Daten auf und stellen sie den Autofahrern als App-Lösungen fürs Mobiltelefon zur Verfügung.  Stiftung Warentest hat jetzt Spritpreis-Apps kritisch auf ihren Datenschutz und die korrekten Preisangaben hin unter die Lupe genommen.

Apps zeigen günstige Tankstellen an.
Rund 14.500 Tankstellen sind an die Spritpreisstelle angeschlossen. Die meisten getesteten App-Anbieter nutzen diese Datenquelle. Laut einer Allensbach-Umfrage nutzen bereits 24 Prozent der Autofahrer entsprechende Apps. Insgesamt analysierte Stiftung Warentest je fünf Android- und iOS-Apps - derzeit die beiden derzeit wichtigsten Plattformen für Mobiltelefone.

Die getesteten Apps sind ADAC Spritpreise, Clever tanken, Spritpreismonitor, Mehr-Tanken und die TankenApp von T-Online.  Alle fünf Unternehmen bieten sowohl eine Android- als auch eine iOS-Version an. Bis auf den Spritpreismonitor (der Dienst kostet 1,79 Euro) sind alle Apps für den Nutzer kostenlos, so Stiftung Warentest.

Korrekte Spritpreise stichprobenartig in Berlin untersucht

Im Rahmen des Tests wurden die Preise lediglich stichprobenhaft an zwei Berliner Tankstellen erhoben. Dabei wiesen alle Sprit-Apps die korrekten Preise an den Zapfsäulen aus. Ist dies einmal nicht der Fall, können die Nutzer falsche Preise direkt an eine Beschwerdestelle des betreffenden App-Anbieters senden und so mithelfen, die Qualität der Daten zu erhöhen.

Nun zum Datenschutz: Als "unkritisch" stuft Stiftung Warentest drei der untersuchten Anbieter ein. Sowohl die Spritpreis-App des ADAC als auch Clever tanken und Spritpreismonitor erheben nur Daten, die für den Betrieb des Programms notwendig sind. "Kritisch" dagegen bewerteten die Tester die Apps Mehr-Tanken und TankenApp von T-Online. Der Grund: Hier würden mehr Daten als nötig erhoben und versendet. Dabei gehen die Daten sowohl an den Anbieter der App als auch an Drittfirmen.

Unterschiede im Umfang der App-Angebote

Während der Dienst des ADAC sowie der Spritpreismonitor lediglich die gebräuchlichsten Spritsorten E10, Super und Diesel listen, bereiten die anderen drei Anbieter auch die Preise weiterer Kraftstoffarten wie Erdgas, Autogas, Bioethanol und Biodiesel auf. Um den Kunden die Suche nach der günstigsten Tanke zu erleichtern, haben die meisten Apps Zusatzfunktionen an Bord. So kann der User beispielsweise verschiedene Filter wie die Entfernung zu den Tankstellen oder die Aktualität der Preisabfragen anwenden. Für eine bessere Übersichtlichkeit sorgen auch Kartenansichten, in denen die nächstgelegenen Tankstellen markiert sind.

(srh)

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