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"Verkehrsunfall" mit Folgen: Paar muss Liebesspiel auf Auto teuer bezahlen

29.10.2013 - 10:00

Es ist spät in der Nacht. Die Stimmung gut, der Alkohol auch. Beide sind sich einig: Es muss jetzt sein! Wo - ist egal. Dass die Garage nicht die eigene ist - Nebensache. Dass auch das Auto Eigentum eines anderen ist - geschenkt. Lust geht in diesen frühen Morgenstunden vor Verstand.

Den Schaden, den das Paar beim Liebesspiel angerichtet hat, sieht am nächsten Tag die Lebensgefährtin des Garagen- und Autobesitzers: Das Garagentor ist eingedellt, die Motorhaube und der vordere Stoßfänger des Wagens sind verkratzt und zerbeult, das Nummernschild liegt am Boden.

Eindringlinge hinterlassen jede Menge Beweismittel

Die Liebestollen hatten jedoch einiges Beweismaterial zurückgelassen - ein gebrauchtes Kondom, eine Jacke und einen Haarreifen auf der Windschutzscheibe. Dazu jede Menge Frauenhaare - selbst in der Dachreling des Autos.

Das Paar war schnell ermittelt, die beiden geständig, ein Vergleich zwischen den Parteien rasch ausgehandelt. Doch dann funkte die Versicherung der beiden dazwischen. Der Vergleich wurde widerrufen. Ein Gutachter wurde beauftragt, um den Vorfall nachzustellen - mit allem Drum und Dran.

Gutachter stellt Schäferstündchen auf der Motorhaube nach

Laut der Onlineausgabe der Süddeutschen Zeitung hat er sich viel Mühe gegeben, das Geschehen in jener denkwürdigen Nacht und den "Verkehrsunfall" detailgetreu nachzustellen. Selbst eine neue Motorhaube wurde besorgt und auf den "Unfall"-Wagen montiert.

Laut Gutachten muss die Herzensdame auf die Haube gesprungen sein. Das Nummernschild bot ihren Füßen in der Folge Halt - bis es der Belastung nicht mehr standhielt. Als Verursacher der zahlreichen Kratzer machte der Sachverständige die Schuhe der Dame aus.

Fazit: Schäden bei normalem Gebrauch nicht möglich

Wäre der Wagen normal genutzt worden, so das wenig überraschende Fazit des Gutachters, wäre ein solcher Schaden nicht entstanden - wobei offen bleibt, was genau unter "normaler Nutzung" verstanden werden kann.

Nachdem das Gutachten letzte Klarheit gebracht und den Sachverhalt präzisiert hatte, trafen sich die Parteien vor Gericht. Hier ging es noch ums liebe Geld. Das Urteil: Das Paar muss rund 2.700 Euro für die Reparatur des geschundenen Wagens bezahlen. Auch drei  Viertel der Gerichtskosten bleiben an ihnen hängen.

Der Besitzer des missbrauchten Fahrzeugs nahm die Angelegenheit mit Humor. Er spielt in einer Band - und die hat den Vorfall gleich in einem, dem Anlass entsprechend,  frivolen Song verarbeitet.

Schutz für Autohalter bietet die Kfz-Versicherung

Für derartige Autounfälle ist die Kfz-Versicherung nicht zuständig. Wenn Sie jedoch auf der Suche nach einer guten und günstigen Kfz-Haftpflichtversicherung sind oder Ihren Wagen rundum mit einer Teil- oder Vollkasko schützen wollen, sind Sie mit dem Kfz-Versicherungsrechner von CHECK24 gut bedient.

(srh)

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