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Schaden im Suff: Kasko muss nicht zahlen

14.05.2014 - 15:00

Der Kaskoschutz einer Kfz-Versicherung hat Grenzen. Im Versicherungsvertrag sind die sogenannten Risikoausschlüsse aufgeführt. Doch nicht immer leuchtet dies den betroffenen Haltern im Schadensfall ein. Wenn die Kasko nicht zahlen will, können oft nur noch Gerichte die Streitfälle klären.

In einem aktuell veröffentlichten Urteil des Landgerichts Dortmund ging es um einen Autoschaden, den der Fahrer unter Alkoholeinfluss verursacht hatte. Mit über zwei Promille Alkohol im Blut war der Mann mit seinem Wagen gegen einen Baum gerauscht. Dem Fahrzeug war dies ganz und gar nicht zuträglich.

Fahrer verlangt von Kfz-Versicherung Kostenerstattung

Kein Kaskoschutz bei Alkohol am Steuer.
Den Unfallschaden meldete der Alkoholliebhaber seiner Kaskoversicherung. Sein Begehren: Die Gesellschaft möge doch bitte die Reparaturkosten übernehmen. Nichts da, kam es prompt von dieser zurück. Der Mann habe den Schaden durch seine Volltrunkenheit grob fahrlässig herbeigeführt.

Mit dem negativen Bescheid seitens der Kfz-Versicherung wollte sich die Ehefrau des Unfallopfers aber nicht zufriedengeben. Sie klagte gegen die Entscheidung. Vor Gericht unterlag sie jedoch sang- und klanglos. Die Richter gaben der Autoversicherung recht.

Ab einem Promillewert von 1,1 gelten Autofahrer als absolut fahruntüchtig. Daher durfte der Kfz-Versicherer die Leistung komplett verweigern, so die Urteilsbegründung aus Dortmund. Zudem ist in den Standardverträgen von Teilkaskoversicherungen wie auch Vollkaskoversicherungen bei Schäden unter Alkoholeinwirkung die Leistungspflicht des Versicherungsunternehmens grundsätzlich ausgeschlossen.

(srh)

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