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Russland führt Sondersteuer für Luxusautos ein

29.01.2014 - 09:58

Russland: Damit verbinden viele Wodka, Datscha, Borschtsch - und Superreiche, die sich alles leisten können, dies auch tun und zur Schau stellen. Zu den Statussymbolen dieser Elite gehören protzige westliche Luxusautos, am besten im Dutzend. Seit Anfang des Jahres erhebt der Staat auf die teuren Wagen eine Luxussteuer. Das berichtet das Online-Magazin Russland heute.

Die Sondersteuer wird bei Autos ab einem Wert von 66.000 Euro fällig. Der Steuersatz ist gestaffelt, die Faktoren sind der Preis und das Alter des Wagens. Besitzer von westlichen Luxuskarren werden aufgrund der neuen Steuer pro Jahr durchschnittlich 2.200 bis 3.000 Euro extra berappen müssen, so das Magazin.

Keine signifikanten Mehreinnahmen für den Staat

Luxusautos sind wie der eigene Jet Statussymbole für Russlands Reiche.
Prall wird der Staatssäckel durch die Abgabe der Reichen Russlands damit laut der Agentur Awtostat Sergej Udalow aber nicht. Der Grund: Laut ihrer Einschätzung sollen in Russland pro Jahr nur rund 1.000 Luxusfahrzeuge über dem Preisgefüge von 60.000 Euro an die kaufkräftige Oberschicht gebracht werden - kaum zu glauben.

Die Kfz-Steuer dient wohl in erster Linie dazu, dem gemeinen Volk zu zeigen, dass der Staat auch die Superreichen des Landes zur Kasse bittet. Die Einführung der Sonderabgabe geht laut Russland heute auf Staatslenker Vladimir Putin zurück. Besorgt um die großen Einkommensunterschiede in Russland hat er 2013 die Regierung angewiesen, die Voraussetzungen für die Erhebung von Luxussteuern zu schaffen. Mit der Kfz-Abgabe ist die erste dieser Reichensteuern jetzt umgesetzt worden.

Weitere Reichensteuern sollen folgen

Laut dem Magazin soll zudem eine Immobiliensteuer kommen. Ab einem Immobilienwert von umgerechnet 6,6 Millionen Euro soll es für die Besitzer richtig teuer werden. Nur: Solche Prachtbauten gibt es in ganz Russland nur wenige Hundert. Zudem seien die Einträge im Katasteramt - Grundlagen für die Besteuerung - unvollständig.

Auch in anderen Ländern existieren Reichensteuern. Griechenland hat im Zuge der Finanzkrise eine Reihe solcher Abgaben eingeführt, ebenso Frankreich. Russlands Reiche dürften die paar hundert Euro zusätzlich im Jahr für ihre automobilen Spielzeuge aber nicht wirklich um den Schlaf bringen.

(srh)

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