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KFZ Versicherung: Vor- und Nachteile von Rabattschutz und Rabattretter

07.11.2011 - 11:59

Dem Rabattschutz und dem Rabattretter in der KFZ Versicherung liegt dieselbe Idee zugrunde: Im Falle eines selbstverschuldeten Schadens sollen sie den Versicherungsnehmer vor einer Prämienerhöhung schützen. Doch dies geschieht auf unterschiedliche Art und Weise – jede für sich hat Vor- und Nachteile.

Der Rabattschutz ist eine kostenpflichtige Tarifoption, die die Prämie um etwa zehn bis 20 Prozent erhöht. Voraussetzungen sind ein Mindestalter von 23 Jahren, Schadenfreiheitsklasse (SF) 4 oder höher sowie Schadenfreiheit in den vergangenen zwölf Monaten. Der Rabattschutz erwirkt, dass trotz Meldung eines Schadens die SF-Klasse sowie Prozente und damit auch die Prämienhöhe gleich bleiben. Allerdings wird diese Rückstufung im Nachhinein durchgeführt, wenn der Verbraucher die Versicherung wechselt. Der Rabattschutz ist also an eine Versicherung gebunden.

Dagegen ist der Rabattretter kostenlos in einigen KFZ Versicherungstarifen enthalten. Er wird aber nur Versicherten angeboten, die bereits 25 Jahre unfallfrei fahren (SF 25). Greift der Rabattretter im Schadenfall, wird der Versicherte zurückgestuft – allerdings nur soweit, dass keine höheren Kosten entstehen. Diese Rückstufung wird auch an den neuen Versicherer weitergegeben, der Rabattretter ist also versicherungsunabhängig.

2012 führen allerdings einige Versicherungen neue erweiterte Rabattstaffeln ein, im Zuge dessen sie eine Abschaffung des Rabattretters als kostenloses Extra planen. Fahrer mit SF 25 sollten sich beim Wechsel der Versicherung über die Staffelung und das Bestehen des Rabattretters informieren.

Vor- und Nachteile vom Rabattretter

Die Vorteile des Rabattretters liegen auf der Hand: Er ist kostenlos, versicherungsunabhängig und schützt vor eine hohen Prämiensteigerung nach einem Unfall. Sein Nachteil ist, dass er nur für eine beschränkte Gruppe von Versicherungsnehmern verfügbar ist.

CHECK24 empfiehlt Versicherungsnehmern mit SF 25 oder höher einen Tarif mit Rabattretter zu wählen, da er für sie im Vergleich zum Rabattschutz deutlich mehr Vorteile bietet.

Vor- und Nachteile vom Rabattschutz

Für Fahrer unter SF-Klasse 25 bietet der Rabattschutz die einzige Möglichkeit sich vor einer Einstufung in eine schlechtere Schadenfreiheitsklasse zu schützen - und tatsächlich sparen Verbrauchern im Falle eines Schadens nach CHECK24-Berechnungen bis zu 881 Euro* durch die Tarifoption Rabattschutz.

Denn ohne Rabattschutz steigt die Prämie im ersten Jahr nach einem Schaden um etwa ein Drittel (36 Prozent) und es dauert insgesamt 19 Jahre, bis die Prämie wieder auf das Beitragsniveau mit Rabattschutz sinkt. In dieser Zeit spart ein Versicherungsnehmer mit Rabattschutz insgesamt 881 Euro im Vergleich zu einem Kunden ohne Rabattschutz.

Der entscheidende Nachteil – neben dem Aufpreis, der ohne Schadenfall umsonst bezahlt wird – ist die Bindung an den Versicherer. Dadurch entgehen Verbrauchern in jedem Jahr mehrere hundert Euro Sparpotential, die durch einen Anbieterwechsel im Jahresendgeschäft möglich sind. Für flexible Autofahrer, die jedes Jahr ihre Versicherung wechseln möchten, lohnt sich der Rabattschutz also nicht. Fakt ist: Wer kann, sollte sich für einen Rabattretter oder Rabattschutz entscheiden, um im Schadenfall keine höhere Prämie zahlen zu müssen.

Hinweis: Die ausführliche Gegenüberstellung von Rabattretter und Rabattschutz finden Sie hier.

*CHECK24 Analyse: Beitrag mit und ohne Rabattschutz; Profil: VW Bora, HSN/TSN 0603/470, Erstzulassung 01.06.2008, 6.000 km/a, Angestellter, Single, geb. 01.12.1964, Führerschein seit 12.12.1983, 50733 Köln, kein Wohneigentum, abschließbare Einzelgarage

(eko)

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