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Rabattretter und Rabattschutz können im Schadenfall nützlich sein

29.11.2010 - 20:15

Die Begriffe Rabattretter und Rabattschutz werden vielfach synonym verwendet. Dabei besteht hier ein großer Unterschied. Im siebten Teil der Kfz Versicherung Serie erklären wir die einzelnen Begriffe und stellen die Gegensätze heraus.

Der Rabattretter ist ein Zusatz bei der Kfz Versicherung, der im Schadenfall vor einer Erhöhung der Versicherungsprämie bewahrt. Dieser Zusatz ist tarifspezifisch und kann nicht optional zugebucht werden. Dabei muss beachtet werden, dass ein Rabattretter nicht vor einer Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse, sondern nur vor einer Erhöhung der Prämie schützt. Bei den meisten Assekuranzen greift der Rabattretter, sofern in der Police verankert, ab der Schadenfreiheitsklasse 25. Jedoch kann dies zwischen den einzelnen Versicherungsgesellschaften variieren.

Im Schadenfall wird der Autofahrer aufgrund des Rabattretters nur soweit zurückgestuft, dass sich die Prämie seiner Kfz Versicherung nicht erhöht. Beispielsweise kann ein Autofahrer nach einem Unfall von der Schadenfreiheitsklasse 25 auf die Schadenfreiheitsklasse 22 zurückgestuft werden. Dadurch verliert er zwar schadenfreie Jahre, jedoch liegt die Prämienhöhe in beiden Fällen bei 30 Prozent. Der Nachteil: Bei zwei kurz aufeinanderfolgenden Unfällen, muss der Versicherungsnehmer im zweiten Fall eine Beitragserhöhung in Kauf nehmen.

Der Rabattschutz verhindert eine Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse

Im Gegensatz zum Rabattretter kann ein Rabattschutz in der Kfz Versicherung vereinbart werden. Durch den Rabattschutz wird der Versicherte im Schadenfall nicht zurückgestuft, das heißt es erfolgt weder eine Einstufung in eine niedrigere Schadenfreiheitsklasse noch eine Erhöhung der Prämie. Wie oft der Rabattschutz eingesetzt werden kann, ist von Assekuranz zu Assekuranz unterschiedlich. Manche Versicherer gewähren diese Option bei bis zu drei Unfällen. Voraussetzung für einen Rabattschutz ist eine von der Kfz Versicherung vorgeschriebene Mindestschadenfreiheitsklasse.

Fahrzeughalter sollten jedoch bedenken, dass sie sich mit einem Rabattschutz quasi an das jeweilige Versicherungsunternehmen binden. Denn auch wenn die Assekuranz den Schadenfall intern quasi übergeht; bei einem Versicherungswechsel wird die Sondereinstufung nicht mehr berücksichtigt. Der Versicherte würde also bei der neuen Kfz Versicherung regulär zurückgestuft werden. In diesem Fall wäre es teilweise wenig lukrativ die Autoversicherung zu wechseln, auch wenn deren Grundtarif deutlich günstiger ist. Verbraucher sollten hier genau vergleichen, um das für sie individuell beste Tarifangebot zu finden.

Lesen Sie am Dienstag, den 30.11.2010, in Teil 8 unserer Kfz Versicherung Serie, alles über Marderbisse und Wildschäden.

(tei)

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