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Das hält das Jahr 2014 für Autofahrer bereit - Teil 1

12.12.2013 - 12:00

Autofahrer in Deutschland dürfen sich in den kommenden Monaten nach dem Jahreswechsel  auf einige Veränderungen und Neuerungen einstellen. Die erste Änderung tritt direkt zum 1. Januar 2014 in Kraft: Die Freimenge an CO2-Ausstoß bei Neuwagen sinkt von 110 Gramm pro 100 Kilometer auf 95 Gramm.

Die Absenkung des Schadstoffausstoßes betrifft sowohl Benziner als auch Dieselfahrzeuge. Jedes Gramm, das der neue Wagen laut Herstellerangaben über dieser Grenze aus dem Auspuff hinausbläst, kostet den Halter zwei Euro Kfz-Steuer zusätzlich zum starren Sockelbeitrag.

Kfz-Steuer: Spritsparmodelle kosten nur den Grundbetrag

Besitzer besonders spritsparender Autos zahlen auch weiterhin nur den Grundbetrag. Allerdings darf der Wagen künftig nur noch maximal 3,6 Liter (Diesel) beziehungsweise 4,1 Liter (Benzin) Kraftstoff auf 100 Kilometer verbrauchen. Die meisten Autos liegen jedoch über dieser Marke - trotz der Musterbedingungen bei den Messzyklen in den Labors der Hersteller.

Der Sockelbeitrag setzt sich nach wie vor aus den Faktoren Hubraum und Kraftstoffart zusammen. Hybridfahrzeuge kommen steuerlich günstiger, da bei ihnen allein das - im Vergleich zu reinen Verbrennern - meist kleinere Verbrennungsaggregat als Richtgröße herangezogen wird. Der alternative zweite Antrieb wird steuerlich nicht berücksichtigt. Elektroautos sind weiterhin für die nächsten Jahre steuerbefreit - derzeit liegt die Höchstgrenze bei maximal zehn Jahren.

Der Zoll treibt künftig die Kfz-Steuern ein

In Sachen Kfz-Steuer tut sich im kommenden Jahr jedoch noch mehr: Eintreiber der für den Bundeshaushalt so wichtigen Einnahmequelle sind nicht länger die Finanzämter, sondern zentral der Deutsche Zoll. Zur Jahresmitte hin übernimmt die Bundesbehörde diese Aufgabe von den Ländern.

Der einzelne Kfz-Halter wird die Veränderung allenfalls am Briefkopf bemerken. Ob die Umstellung auf Behördenebene reibungslos verlaufen wird, bleibt abzuwarten. Im Vorfeld gibt es Berichte, dass dem Zoll die dafür notwendigen Mitarbeiter nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen könnten. Auch die Übertragung der Kundendaten könnte sich schwierig gestalten, denn  die Finanzämter und der Zoll arbeiten mit unterschiedlichen Systemen. Altlasten wie Kfz-Steuerschulden müssten deshalb wie anno dazumal ausgedruckt und kistenweise von A nach B transportiert werden, meldeten die Stuttgarter Nachrichten Anfang Dezember.

Reform der Verkehrssünderdatei tritt ab Mai in Kraft

Doch zuvor heißt es auch für alle Verkehrssünder - und die, die es noch werden wollen: Alles neu macht der Mai in der Flensburg-Fibel. Nach langem und zähem Ringen hat sich die Politik auf ein neues Punktesystem für Raser, Mittelspur-Schleicher, Drängler und Co. geeinigt. Der "Lappen" ist künftig schon bei acht Punkten weg - bisher ist bei 18 Zählern Schluss mit der Fahrerlaubnis.

Punkte aufs Flensburg-Konto gibt es nach dem überarbeiteten Regelwerk allerdings nur noch für sicherheitsgefährdende Verstöße. Statt wie bisher bis zu sieben Punkte können mit einem Vergehen maximal noch drei Punkte anhängig werden.

Hier eine Übersicht über das neue Punktesystem:

  • einen Punkt gibt es bei schweren Verstößen (zum Beispiel Innerorts mehr als 20 km/h zu schnell)
  • zwei Punkte werden bei besonders schweren Verstößen vergeben (etwa drängeln)
  • drei Punkte werden bei Straftaten im Straßenverkehr fällig (beispielsweise Unfallflucht)

Fahreignungsseminare zum Punkteabbau freiwillig

Wer betrunken oder mit Rauschmitteln im Blut hinterm Steuer erwischt wird, ist seinen Führerschein sofort los. Ein Fahreignungsseminar ist künftig nicht mehr Pflicht. Der Delinquent kann dadurch jedoch zwei Punkte  - einmal innerhalb von fünf Jahren - abbauen.

Punkte verjähren je nach Verstoß nach zweieinhalb, fünf oder zehn Jahren. Bestehende Punkte in der Sünder-Datei werden ins neue System übertragen und entsprechend angepasst:

  • aus einem bis drei Punkten wird ein Punkt
  • aus vier bis fünf Punkten werden zwei Punkte
  • sechs bis sieben Punkte verringern sich auf vier Punkte
  • acht bis zehn Zähler werden zu fünf Zählern zusammengefasst
  • aus 14-15 Zählern werden sechs
  • 16 bis 17 Punkte verschmelzen zu sieben Punkten
  • 18 und mehr Punkte  werden zu acht Punkte
Im zweiten Teil unserer Vorschau erfahren Sie, welche Vergehen im Straßenverkehr teurer werden und was Sie ab Mitte 2014 bei einem Unfall oder eine Panne zusätzlich beachten müssen. Außerdem schaut CHECK24 noch weiter in die Zukunft und erklärt, auf welche Änderungen sich Autofahrer ab 2015 einstellen müssen.

Ob Fahrzeughalter mit makelloser Flensburg-Weste oder Wiederholungstäter: Mit dem Versicherungsrechner von CHECK24 findet jeder die richtige Autoversicherung.

(srh)

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