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Überarbeitetete Vorschrift für Verbandskasten im Auto

20.01.2014 - 08:00

Er wird oft ein ganzes Autoleben lang nicht benötigt, versteckt sich in den Tiefen des Kofferraums und muss doch immer mit von der Partie sein. Na, was könnte sich hinter diesem kleinen Autoteile-Rätsel verbergen? Richtig - der Verbandskasten. Immer noch ist er ein unverzichtbares Utensil in jedem Auto. Laut der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) muss er auf jeder Fahrt an Bord sein. Auch bei ihm ist die Zeit - wie im gesamten Automobilbereich - nicht stehen geblieben. Der Inhalt ist nun den heutigen Bedürfnissen angepasst worden.

Seit dem 1. Januar 2014 gilt in Deutschland deshalb die geänderte DIN-Norm 13164. Sie beschreibt die Bestandteile eines Kfz-Verbandskastens. Laut dem Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) sind neu hinzugekommen:

  • ein 14-teiliges Pflasterset
  • Hautreinigungstücher
  • ein Verbandspäckchen in Kindergröße

Reinigungstücher für das gestiegene Hygienebedürfnis der Autofahrer

Verbandskasten erneuern.
Pflaster waren auch bisher schon Teil der Erste-Hilfe-Ausrüstung an Bord eines Autos. Das neue Pflaster-Konglomerat ist jedoch umfangreicher und besteht neben fertig zugeschnittenen Pflasterstreifen auch aus einigen sogenannten Fingerstrips und Fingerkuppenverbänden zur Versorgung von kleineren Wunden an der Hand. Mit den Hautreinigungstüchern dagegen sollen unverletzte Hautpartien gesäubert werden können. Außerdem tragen sie laut BVMed dem gestiegenen Hygienebedürfnis der Bevölkerung Rechnung.

Autofahrer sollten die Änderung der Din-Norm bei Verbandskästen zum Anlass nehmen, einmal tief in die Eingeweide ihrer Autos einzutauchen und den ollen Erste-Hilfe-Kasten ans Licht zu holen. Ein kurzer Blick auf das Verfallsdatum der sich darin befindlichen Gegenstände (die meisten sind mit einem solchen gekennzeichnet) zeigt, ob es nicht einmal generell an der Zeit ist, sich einen neuen Kasten zuzulegen.

Verbandskästen gibt es etwa im Kfz-Fachhandel und im Baumarkt

Im Kfz-Fachhandel oder in den meisten Baumärkten gibt es kompakte Erste-Hilfe-Sets mit aktueller Bestückung bereits für kleines Geld. Das ist oftmals sowohl billiger als auch zeitschonender, als einzelne abgelaufene Teile wie Mullbinden und Kompressen in der Apotheke des Vertrauens oder im Internet nachzubestellen und in den Kasten zu stopfen.

Im Zuge der Norm für Auto-Verbandskästen sind auch die Bestimmungen hinsichtlich des Erste-Hilfe-Materials für Motorradfahrer angepasst worden. Daher sollten auch Motorradfahrer ihre Ausrüstung jetzt kontrollieren.

(srh)

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