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Kfz-Zulassung: Autohalter sollen’s künftig leichter haben

20.04.2014 - 12:00

Nach Plänen des Bundesverkehrsministeriums soll ab dem kommenden Jahr das Zulassungs-Prozedere für Autos erleichtert werden – das Internet macht’s möglich.

Bislang muss jede Ab-, An- oder Ummeldung eines Autos noch bei der zuständigen Kfz-Zulassungsstelle erledigt werden. Deren Öffnungszeiten sind oftmals – typisch Behörde – nicht wirklich auf Vollzeitbeschäftigte mit einer 40plus-Stundenwoche ausgelegt.

Die Kfz-Zulassung soll deshalb nach den Plänen der Bundesregierung vereinfacht werden. Geschaffen werden soll eine Online-Zulassungsstelle. Schon ab dem 1. Januar 2015 soll die virtuelle Behörde ihre Pforten im World Wide Web öffnen – rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, das ganze Jahr hindurch.

Online-Verfahren der Autozulassung wird stufenweise eingeführt

Ab 2015 ist die Kfz-Zulassung online möglich.
Zu Beginn werden jedoch noch nicht alle Funktionen rund um die Fahrzeugzulassung online möglich sein. In einem ersten Schritt soll die Abmeldung über das Internet realisiert werden. In der nächsten geplanten Ausbaustufe soll auch die Online-Zulassung von Gebrauchtwagen kein Problem mehr darstellen. Derzeit gebe es diesbezüglich jedoch noch Klärungsbedarf bei einigen Fragen rund um die Datenübermittlung an das Kraftfahrt-Bundesamt, ist aus dem Bundesverkehrsministerium zu hören.

Wird auch noch die dritte Stufe des Online-Zulassungsmodells gezündet, können Verbraucher auch Neufahrzeuge erstmals auf ihren Namen zulassen und bequem von zu Hause aus oder in der Mittagspause rasch eine Ummeldung vornehmen.

Ausweis dient bei der Online-Zulassung als Legitimation

Die politischen Hürden hat die virtuelle Zulassungsstelle bereits genommen. Bereits 2013 hatte der Bundesrat die elektronische Kfz-Zulassung gebilligt. Wie auch bisher müssen Halter beim neuen Online-Verfahren einige Unterlagen zur Hand haben – etwa den Personalausweis. Dieser wird mittlerweile in EC-Kartenformat herausgegeben und ist – genau für solche Zwecke – mit zahlreichen Zusatzfunktionen ausgestattet.

Die Nummernschilder und Kfz-Papiere – so der Plan – sollen laut Spiegel Online bei der Online-Anmeldung des Fahrzeugs mit Sicherheitscodes ausgestattet werden. Wird das Auto über das Netz abgemeldet, wird in den Fahrzeugpapieren der Verweis „Außer Betrieb“ vermerkt.

Dieser Schritt ist konsequent, bürgerfreundlich und trägt dem Zeitgeist und den sich verändernden Konsumentengewohnheiten Rechnung. Schon heute können Autobesitzer online Wunschkennzeichen reservieren, die Nummernschilder im Netz bestellen und sich zuschicken lassen.

Bisheriges Anmeldeverfahren ist umständlich und zeitraubend

Doch für die Autoanmeldung bei den Behörden bedarf es bisher immer noch der persönlichen Anwesenheit. Wer dies nicht kann oder will, muss aktuell noch einen Vertrauten oder spezielle Anmelde-Services in Anspruch nehmen. Diese können die Kfz-Zulassung jedoch nur mit einer Kopie des Ausweises und schriftlichen Vollmacht erledigen.

Künftig soll bundesweit auch die Mitnahme des Kennzeichens bei einem Umzug in einen anderen Zulassungsbezirk kein Problem mehr sein. Zudem übernimmt bis Juli dieses Jahres der Zoll zentral die Aufgabe, die fälligen Kfz-Steuern einzutreiben. Autofahrer sollten sich deshalb nicht wundern, wenn der nächste Kfz-Steuerbescheid nicht wie gewohnt vom Finanzamt, sondern vom Zoll kommt. (srh)

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