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KFZ Wintersaison: Winterreifen und KFZ Versicherungswechsel

10.10.2011 - 19:12

Wenn der Winter vor der Tür steht, müssen sich alle KFZ Halter und Nutzer auf Wetteränderungen einzustellen. Schnee, Matsch, Glätte - all diesen witterungsbedingten Gefahren sollte der gewissenhafte Autofahrer nur mit der passenden Ausstattung entgegentreten. Seit Dezember 2010 gilt in Deutschland eine situationsbezogene Winterreifenpflicht. Von der angekündigten Verschärfung dieser Gesetzespflicht bleibt jeder motorisierte Verkehrsteilnehmer verschont – zumindest vorerst. Somit bleibt genügend Zeit, der alten Winterreifenpflicht nachzukommen und zu prüfen, ob sich ein KFZ Versicherungswechsel im neuen Jahr lohnt. Am 30.11. ist Stichtag für die Kündigung der KFZ Versicherung.

Seit Dezember 2010 gilt in Deutschland eine sogenannte situative Winterreifenpflicht. Das heißt, dass Lkw-, Motorrad- und Autofahrer Ganzjahres- oder Winterreifen mit einer Profiltiefe von mindestens 1,6 Millimetern aufziehen müssen, wenn Glatteis, Schneematsch, Reif-, Schnee- oder Eisglätte die Straße beeinträchtigt – und zwar unabhängig von der Jahreszeit. Für die Praxis bedeutet das, dass beispielsweise ein Autofahrer auch an einem sommerlichen Wintertag – vorausgesetzt die Straße ist trocken und droht nicht zu gefrieren – mit seinen Sommerreifen fahren darf.

Andererseits muss ein Fahrer, der seine Winterreifen bereits im April gegen Sommerreifen ausgetauscht hat, an einem verschneiten Apriltag, sein Auto entweder stehen lassen oder erneut Winterreifen montieren. Da diese witterungsabhängige Regelung äußerst unpraktisch ist, hat der Gesetzgeber eine Verschärfung der Winterreifenpflicht für das nächste Jahr angekündigt.

Winterreifenpflicht: Profiltiefe, Bußgelder, Punkte und M+S-Reifen

Auch wenn die Medien oft davon berichten, dass die Zahl der Verkehrstoten seit den letzten Jahren kontinuierlich zurückgeht, sollte nicht vergessen werden, dass in Deutschland durchschnittlich zehn Personen am Tag im Straßenverkehr ums Leben kommen. Auch wenn erhöhte Geschwindigkeit, Unaufmerksamkeit und Alkohol die häufigsten Unfallursachen sind, so spielt eine falsche Bereifung bei vielen Unfällen eine maßgebliche Rolle.

Wer trotz Glätte oder Schneefall sein Auto mit Sommerreifen durch den Verkehr bewegt, dem droht ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro und ein Punkt in Flensburg. Wer durch fehlende Winterbereifung den Verkehr behindert, muss sogar 80 Euro Bußgeld zahlen. Vorgeschrieben sind Winter- oder Ganzjahresreifen (M+S/Allwetterreifen) mit einer Profiltiefe von mindestens 1,6 Millimeter. Derzeit wird diskutiert, die Profiltiefe im nächsten Jahr auf vier Millimeter zu erhöhen. Gleichzeitig sollen auch die Bußgelder angehoben werden.

Bei sogenannten Matsch- und Schneereifen (M+S Reifen) ist vorab stets zu prüfen, ob sie die genormte Profiltiefe aufweisen. Andernfalls gilt das Gleiche, wie wenn der Fahrer mit Sommerreifen oder stark abgenutzten Winterreifen fährt: Es stellt einen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO) dar. das heißt, die KFZ Versicherung kann ihre Leistungen einschränken und im ungünstigsten Fall sogar komplett verweigern.

KFZ Versicherungsschutz: Haftpflicht- und Kaskoversicherung

Wer an einem Tag sein Kraftfahrzeug nutzt, an dem die Straßen durch Hagel- oder Schneefall glatt, vereist oder auch nur rutschig sind, agiert verkehrsrechtlich gesehen ordnungswidrig. Der Straßenverkehr ist unberechenbar und die Unfallrisiken lauern überall, daher sollte jedes Mittel genutzt werden, um die Unfallgefahren zu reduzieren. Zumal jeder Fahrer nicht nur sich selbst, sondern auch andere gefährdet. Wenn also mit einem Schneefall oder vereisten Straßen zu rechnen ist, dann ist es dringend geboten Winter- oder geeignete Allwetterreifen zu montieren.

Kommt es zu einem Unfall und ist der Unfallverursacher trotz winterlicher Witterung seiner Winterreifenpflicht nicht nachgekommen, übernimmt die KFZ Haftpflichtversicherung dennoch die Schadenskosten des Unfallopfers. Eine Vollkaskoversicherung hingegen kann in einem solchen Fall die entsprechenden Versicherungsleistungen verweigern oder nur teilweise erbringen. Als Unfallverursacher sieht man sich dann nicht nur mit den Unannehmlichkeiten und der Verantwortung konfrontiert, sondern auch mit hohen Selbstbeteiligungskosten.

KFZ Versicherungswechsel: Haltungskosten sparen durch Versicherungsvergleich

Es zeugt vom Verantwortungsbewusstsein eines KFZ Nutzers, wenn er von einem Fahrzeug ohne Winterreifen bei Glatteis und Schneetreiben keinen Gebrauch macht oder normgerechte Winter- oder Ganzjahresreifen anlegt. Somit erhöht jeder vernünftige Pkw- und Lkw-Fahrer nicht nur die Sicherheit im Straßenverkehr, sondern riskiert auch keine Bußgeldzahlung oder einen Strafpunkt in der Verkehrssünderkartei. Ein Reifenwechsel spart Geld und senkt das Unfallrisiko.

Außerdem sollte nicht an der falschen Stelle gespart werden. Wer sich aus Kostengründen keine Winterbereifung kaufen möchte, der sollte sich entweder Saisonkennzeichen zulegen oder seine Versicherung bis zum 30.11. kündigen und wechseln. Ein KFZ Versicherungswechsel kann bis zu 800 Euro pro Jahr sparen. Mit diesem Geld kann sich jeder einen sehr guten Satz Winter- oder Ganzjahresreifen leisten. Vergleichen Sie mit dem CHECK24 Versicherungsvergleich über 200 KFZ Tarife und sparen sich viel Geld, oder Sie benutzen den Vergleichsrechner auf kfz-versicherungsvergleich.kfz-auskunft.de.

(mt)

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