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Kfz-Versicherung: Auf die Postleitzahl kommt es an!

09.10.2009 - 21:02

Die Höhe des zu zahlenden Kfz-Versicherungsbeitrages wird für jeden Versicherungsnehmer individuell anhand bestimmter fahrzeug- und personenbezogener Kriterien berechnet. Neu dürfte vielen Versicherungsnehmern sein, dass nicht nur die Regionalklasse des Fahrzeugs, sondern auch speziell die Postleitzahl des Fahrzeughalters Einfluss auf die Höhe der Prämie hat.

Würde ein Fahrzeughalter anstatt in seinem Apartment nur 50 m weit davon entfernt in der gleichen Straße wohnen, ist es möglich, dass der Versicherungsnehmer eine andere Kfz-Versicherungsprämie zu entrichten hätte. Wie kann das sein?

Die Straße, in der der Fahrzeughalter zuhause ist, umfasst mehrere Postleitzahlbereiche. Da es bestimmte Straßenabschnitte gibt, in denen häufiger Unfälle geschehen als in anderen, müssen die, die in den Abschnitten mit einer höheren Unfallwahrscheinlichkeit wohnen, eine höhere Prämie bezahlen.

Entscheidet sich ein Fahrzeughalter* beispielsweise dafür, in der Frankfurter Straße in Köln in den  Postleitzahlbereich 51065 zu ziehen, anstatt in der gleichen Straße stadtauswärts in den Postleitzahlbereich 51147, erhöht dies seine Versicherungsprämie bei der Direct Line um 51,20 Euro.

Eine Wohnung im Postleitzahlbereich 22587 in der Hamburger Elbchaussee bedeutet bei sonst identischen Risikomerkmalen des Versicherungsnehmers eine Ersparnis von 36,00 Euro pro Jahr bei der Direct Line und 12,89 Euro bei der Europa im Vergleich zu einer Wohnung in der gleichen Straße im Postleitzahlbereich 22765.

Autoversicherung Tabelle Postleitzahl

Grund dafür, dass sich einige Versicherer bei der Beitragsberechnung an der Postleitzahl orientieren, ist eine Regelung in der Fahrzeug-Zulassungsverordnung, die vorsieht, dass Landesbehörden auf die Neuzuteilung des Kennzeichens nach einem Umzug verzichten können. Falls die Bundesländer diese Möglichkeit nutzen, könnte ein Autofahrer z.B. von Köln nach Bonn ziehen und trotzdem sein Kölner Kennzeichen behalten. Für die Versicherung hat das Kennzeichen damit keine Aussagekraft mehr darüber, wo der Versicherungsnehmer hauptsächlich fährt. Eine risikogerechte Beitragsberechnung ist so nicht mehr möglich. Auf Basis der Postleitzahl des Fahrzeughalters können die Assekuranzen die Prämienhöhe genau nach der Unfallhäufigkeit im jeweiligen Bereich bemessen.

Da sich aber nicht jedes Versicherungsunternehmen bei der Beitragsberechnung an der Postleitzahl anstatt am amtlichen Kennzeichen orientiert und alle Versicherer die Risikomerkmale unterschiedlich bewerten, lohnt sich für jeden Versicherungsnehmer vor Abschluss einer Kfz-Versicherung ein Kfz Versicherungsvergleich.

(kb)

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