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Neuwagen: Worauf es bei der Kfz-Versicherung ankommt

18.02.2013 - 18:38

Manche werden den folgenden Satz nicht gerne hören und sollten vorsichtshalber kurz weglesen, doch es ist die Wahrheit: Autos sind Gebrauchsgegenstände. Sie sollen uns vor allem – mehr oder weniger schnell und komfortabel – von A nach B bringen. Und das möglichst unfallfrei. Doch auch in Zeiten kriselnder Autohersteller und ausgelobter Mega-Rabatt-Aktionen an jeder Autohaus-Ecke kostet ein Neuwagen eine Stange Geld. Da lohnt es sich doch, verschiedene Möglichkeiten der Beschaffung unter die Lupe zu nehmen.

Denn es gibt auch andere Optionen als den freundlichen Händler um die Ecke. Beim Kauf über Online-Autohändler winken neben dem Traumwagen auch satte Rabatte. Die geringen Vertriebskosten des Händlers und ein höherer Absatz durch den potenziell größeren Käuferkreis machen es möglich. Eine weitere Chance, richtig günstig an Neuwagen zu kommen, bieten EU-Importe.

Günstige Alternative: EU-Importe

EU-Importe können günstig angeboten werden, da die Netto-Preise der Hersteller in anderen EU-Ländern wesentlich geringer ausfallen als in Deutschland. Gründe dafür sind vor allem höhere staatliche Abgabelasten und ein schwächeres Bruttoinlandsprodukt in den anderen EU-Staaten.

Aber keine Angst, die Wagen aus dem europäischen Ausland sind nicht schlechter als ihre Geschwister beim Autohaus um die Ecke – sind sie doch meist vom gleichen Band gerollt. Wer sich für einen EU-Import entscheidet, sollte aber bei der Ausstattung  und der Garantieleistung genau hinsehen, denn hierbei sind Abweichungen zu Deutschland möglich.

Mit dem Kauf des Traumwagens – egal ob deutscher Neuwagen oder EU-Import – ist es aber noch längst nicht getan. Bevor die erste Spritztour ansteht, muss der Wagen zugelassen werden. Und hier geht nichts ohne einen Kfz-Versicherungsnachweis. Der Vorteil für Neuwagenbesitzer: Sie können die Versicherungsgesellschaft frei wählen.

Wichtige Details vor dem Abschluss der Kfz-Versicherung bei Neuwagen

Auf einige Dinge sollten Neuwagenbesitzer vor dem Abschluss der Kfz-Versicherung jedoch achten. Es empfiehlt sich, der Haftpflichtversicherung einen leistungsstarken Kaskoschutz an die Seite zu stellen.
  • Die Kfz-Teilkaskoversicherung

zahlt etwa bei Hagelschäden oder nach einer Überschwemmung. Daneben sind Sturm, Feuer, Blitzschlag und Schäden durch Tierbisse an Fahrzeugteilen versichert. Gegen Langfinger hat zwar auch die Teilkasko kein Allheilmittel, sie haftet aber bei Diebstahl oder Einbruchdiebstahl. Wichtig: Die Versicherungssummen sollten ausreichend hoch sein.
  • Der Vollkaskoschutz

erweitert die Versicherungsleistungen um selbstverschuldete Schäden, Beschädigungen durch Vandalismus sowie Schäden nach einer Fahrerflucht anderer Verkehrsteilnehmer. Häufig beinhaltet die Kfz-Vollkaskoversicherung auch höhere Versicherungssummen für einzelne Teilbereiche, etwa eine erweiterte Erstattung bei beschädigten oder gestohlenen An- und Einbauten.
  • Verzicht auf Einwand der groben Fahrlässigkeit

Eine gute Versicherungspolice für Neuwagenhalter beinhaltet den sogenannten Verzicht auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit.  Demnach muss der Versicherer auch dann zahlen, wenn der Kunde selbst einen bösen Schnitzer begeht – etwa über eine rote Ampel fährt und es deshalb zum Unfall kommt. Doch der Schutz hat Grenzen. Lassen Sie beispielsweise den Schlüssel im Zündschloss stecken und der Wagen wird gestohlen, sind Sie selbst Schuld und die Assekuranz leistet keinen Cent. Gleiches gilt, wenn Alkohol oder Drogen im Spiel sind.
  • Neupreisentschädigung

Bei Neuwagen ist entscheidend, wie lange nach dem Kauf der Kfz-Versicherer den Neuwert ersetzt, falls der Versicherungsnehmer einen Unfall mit Totalschaden verursacht oder der Wagen gestohlen wird. In vielen Kasko-Tarifen sind lediglich sechs Monate Standard. Oft bieten die Assekuranzen jedoch gegen Aufpreis eine zeitliche Erweiterung, mit der sich der Neuwert-Schutz auf bis zu zwei Jahre ausdehnen lässt. Ohne Neuwert-Vereinbarung ersetzt die Versicherung lediglich den deutlich geringeren Marktwert.
  • Werkstattbindung

Viele Kfz-Versicherer bieten Beitragsrabatte an, wenn die Kunden einer Werkstattbindung zustimmen. Dann bestimmt die Assekuranz bei einem Versicherungsschaden, wo der Wagen instand gesetzt wird. Doch dadurch kann die Neuwagengarantie des Herstellers erlöschen oder Leasing- und Finanzierungsverträge werden aufgekündigt, da in ihnen ebenfalls der Besuch von eigenen Vertragswerkstätten festgeschrieben sein kann.

(srh)

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