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Kfz Versicherung: Zur Zulassungsstelle nicht ohne Kennzeichen fahren

11.10.2011 - 09:31

Entgegen einer verbreiteten Annahme und der Aussage mancher Versicherungsunternehmen ist es nicht erlaubt, ohne Kennzeichen auf direktem Wege zur Zulassungsstelle zu fahren. CHECK24 rät Autofahrern, sich in diesem Fall nicht beirren zu lassen, denn ohne Nummernschild ist die Nutzung von Autos auf öffentlichen Wegen prinzipiell nicht gestattet.

Dies regelt die Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) in Paragraph 3 (1): „Fahrzeuge dürfen auf öffentlichen Straßen nur in Betrieb gesetzt werden, wenn sie zum Verkehr zugelassen sind. […] Die Zulassung erfolgt durch Zuteilung eines Kennzeichens […].“

Autofahrer müssen ihr Kennzeichen zur Nutzung des Wagens immer ordnungsgemäß am Auto anbringen (FZV §10 (5)) und über eine Haftpflichtversicherung verfügen (FZV §3 (1)). Diese muss zumindest als vorläufige Deckung in Form einer elektronischen Versicherungsbestätigung (eVB) bestehen.

Besonderheit bei Zulassungsfahrten: mit ungestempeltem Kennzeichen erlaubt

Fahrten auf direktem Wege zur Zulassungsstelle sind nach Paragraph §10 (4) FZV aber mit ungestempelten Kennzeichen und vorübergehend stillgelegen Fahrzeugen möglich.

Mit einem erworbenen Gebrauchtwagen ohne Stempelplakette auf dem alten Nummernschild können Autobesitzer also zur Zulassungsbehörde fahren. Möglich sind auch Fahrten auf direktem Weg mit neugeprägten Kennzeichen, die von der Zulassungsbehörde genehmigt, aber noch nicht gestempelt wurden.

Dies gilt allerdings nur innerhalb des Zulassungsbezirks beziehungsweise in einem angrenzenden Bezirk. Darüber hinaus müssen die Nummernschilder korrekt angebracht sein und die Fahrten von der Kfz-Haftpflichtversicherung gedeckt sein.

Wer einen Neuwagen gekauft hat, sollte deshalb mit dem öffentlichen Nahverkehr oder einem anderen Wagen zur Zulassungsstelle fahren, um das Kennzeichen abzuholen.

CHECK24-Experten helfen bei Fragen zum Zulassungsverfahren

Für die Zulassung eines Wagens brauchen Verbraucher neben den üblichen Unterlagen (Personalausweis, Fahrzeugbrief und -schein sowie bei Gebrauchtwagen TÜV-/AU-Bescheinigung) seit 1. März 2008 lediglich eine elektronische Versicherungsbestätigung (eVB). CHECK24-Kunden erhalten diese bei den meisten Versicherern direkt nach dem Online-Abschluss über den Kfz Versicherungsvergleich per SMS, E-Mail, Post und/oder Telefon. Sie wird außerdem direkt angezeigt. Die Zulassungsbehörde sieht anhand der eVB, dass ein Versicherungsschutz besteht.

Für weitere Fragen zur Kfz Versicherung und dem Zulassungsverfahren stehen die CHECK24-Experten kostenlos unter 0800 755 455 410 zur Verfügung.

(eko)

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