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Marderschaden - Die Kasko zahlt nicht immer

08.06.2013 - 12:00

Jetzt im Frühling sind wieder verstärkt die Marder los. Die Männchen sind besonders auf Krawall gebürstet. Grund: Die Paarungszeit beginnt Ende Juni, davor tragen sie mit Rivalen erbitterte Kämpfe um die Vorherrschaft im Revier aus. Die Leidtragenden: Autofahrer, die unter Schäden am Fahrzeug durch Marderbisse zu leiden haben. Und nicht immer hilft die Kfz-Kaskoversicherung weiter.

Die Versicherungsgesellschaften kommen zwar meist für die direkten Schäden an den "Weichteilen" im Motorraum auf. Zerbissene Gummimanschetten, Schläuche, Leitungen und Kabel werden ersetzt. Bei günstigen Basistarifen der Kaskoversicherung können die Folgen von Marderattacken aufs Auto aber auch gar nicht versichert sein.

Folgeschäden oft nicht ausreichend versichert

Auch Folgeschäden sind oft nicht automatisch ausreichend abgesichert. Werden die Blessuren nicht behoben, können Motorschäden auftreten; ebenso kann es zu einem Defekt des Katalysators kommen - oder die Bordelektronik gibt den Geist auf. Im schlimmsten Fall erwischt der Marder eine Bremsleitung - mit möglicherweise fatalen Folgen auf einer der nächsten Fahrten.

Daher lohnt es sich, seine Kaskoversicherung zu überprüfen. Deckt der Versicherungsschutz alle Eventualitäten im Zusammenhang mit einem unschönen Marderbesuch im Motorraum umfassend ab? Ist dies nicht der Fall, sollten Sie nachrüsten. Mit dem Tarifrechner von CHECK24 finden Autofahrer schnell und einfach zahlreiche günstige Kaskopolicen, die das Marderproblem umfassend berücksichtigen.

Der Schwenk zu einer anderen Kfz-Versicherung kann sich aber auch so lohnen. Im günstigsten Fall sparen Sie durch CHECK24 und dem Wechsel zu einem neuen Kfz-Versicherungsanbieter 850 Euro im Jahr.

Motorraum bietet Marder Unterschlupf im urbanen Dschungel

Doch warum nisten sich Marder gerne in die Motorräume der Fahrzeuge ein? Vor allem der Steinmarder treibt in deutschen Städten sein Unwesen. Zu Beginn der 50er Jahre war die Population stark dezimiert. Sein Fell war damals begehrt. Doch inzwischen hat sich der Bestand der fast katzengroßen Raubtiere erholt. Die Scheu vor urbanem Gebiet haben die schlanken Räuber längst verloren. Und die Motorräume der parkenden Autos bieten ihnen einen willkommenen warmen und trockenen Unterschlupf.

Als Allerfresser und neugieriges Wesen nimmt der Marder alles, was interessant erscheint, erst einmal ins Maul. Seine spitzen Zähne dringen so schnell in Kunststoff und Gummi ein. Laut dem ADAC sind besonders Kühl- und Scheibenwischwasserschläuche, die Faltenbälge von Antriebswelle und Steuerung, Stromleitungen sowie Isoliermatten betroffen.

In der Paarungszeit sind die Männchen besonders aggressiv

Riecht ein Mardermännchen im Motorraum den Geruch eines Artgenossen, kann ihn dies - besonders vor der Paarungszeit - in Rage versetzen. Dran glauben muss dann das weiche Innenleben des Motorraums. Laut dem Verkehrsclub liegt die jährliche Zahl von Marderschäden, die die Straßenwacht aufnimmt - mit leichten Schwankungen - seit langem auf einem konstant hohen Niveau. 2012 registrierte der Club rund 16.600 Fälle.

Jeder Autofahrer kann von sich aus einiges zur Marderabwehr beitragen. Dann kommt es gar nicht erst zu Problemen. Kolportierte Hausmittelchen wie WC-Stein, Hundehaare oder spezielle Anti-Marder-Duftsprays seien jedoch nicht empfehlenswert, so der ADAC. Die Gerüche sind nach einer Fahrt im Regen meist bereits "ausgewaschen", außerdem gewöhnen sich Marder schnell daran - und lassen sich dann nicht mehr davon abhalten.

Hundertprozentigen Marderschutz gibt es nicht

Kabel können mit einem geschlitzten Wellrohr (aus dem Kfz-Zubehörhandel) ummantelt werden. Dickere Schläuche und Achsmanschetten können so jedoch nicht geschützt werden. Hier können spezielle Ultraschall-Geräte helfen, die auch für den Laien einfach zu montieren sind. Die hohen, für den Menschen nicht wahrnehmbaren Töne sollen die flinken Jäger vom Auto fernhalten. Einige Forscher bezweifeln jedoch inzwischen die Wirkung solcher Methoden.

Kostspieliger ist es, seinen Motorraum wie eine Weide mittels Strom gegen Marderbesuch zu sichern. Hierfür werden an der Fahrzeugunterseite an den Einstiegsstellen der Marder Metall-Plättchen angebracht. Ein Steuergerät setzt diese unter Strom. Der Stromschlag ist für die Tiere ungefährlich, erschreckt sie jedoch nachhaltig. Da der Einbau nicht ganz einfach ist, empfiehlt es sich, dafür eine Fachwerkstatt zu beauftragen. Einen hundertprozentigen Schutz vor Marderübergriffen auf das Auto gibt es jedoch nicht.

(srh)

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