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Hochzeitsschmuck und Hupen: Erlaubt ist, was nicht gefährdet

07.06.2014 - 12:00

Mit der schicken Limo, dem Oldtimer oder dem rassigen Renner zum Standesamt und vor die Kirche fahren - für viele Brautpaare gehört das zum Standardprogramm. Doch ist dabei alles erlaubt? Gelten für Frischvermählte Ausnahmen von den Straßenverkehrsregeln?

Regeln für das Hochzeitsauto.
Gerade das Hochzeitsauto ist in Deutschland meist bunt geschmückt. Auf der Motorhaube thront ein riesiges Herz aus roten Rosen, Blumengirlanden ranken sich um die Karosserie. Schleifen verzieren zudem die Außenspiegel, Antenne, den Kühlergrill und Kofferraumdeckel. Der Wagen wird genauso aufwendig aufgehübscht wie Braut und Bräutigam.

Zu allem Überfluss hängen noch leere Konservendosen am Heck und scheppern lärmend über den Asphalt und das Kopfsteinpflaster. Und sobald die Hochzeits-Karawane rollt, geht das Hupkonzert los. Alle sollen wissen: Heute ist der glücklichste Tag im Leben zweier verliebter Menschen.

Schmuck am Wagen: Kein Problem, solange er niemanden behindert oder gefährdet

Der Hochzeitschmuck auf dem Auto stellt für die Ordnungshüter nach Angaben des TÜV Nord in der Regel kein Problem dar. Vorausgesetzt, er behindert nicht die Sicht des Fahrers und ist ordentlich befestigt. So kann der Zierrat nicht abfallen und andere Verkehrsteilnehmer behindern oder gar verletzen.

Auch bei den Konservendosen drückt die Polizei meist ein Auge zu. Wird der Hochzeitsschmuck am Fahrzeug jedoch zur Gefahr, dürfen die Beamten einschreiten und den Hochzeitsaufmarsch solange aufhalten, bis die Verkehrssicherheit wieder hergestellt ist.

Das Dauerhupen der gesamten motorisierten Hochzeitsgesellschaft ist im Grunde genommen nicht gestattet. Aber auch hier gilt: Wo kein Kläger, da kein Richter. Die Ordnungshüter nutzen hierzulande in solchen Fällen meist ihren Ermessungsspielraum und drücken beide Augen beziehungsweise beide Ohren zu.

(srh)

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