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Hilfe bei Hagelschaden am Auto

01.11.2013 - 12:00

Es kann Ihnen überall passieren. Vor Hagelschauern gibt es kaum ein Entrinnen, wenn das Parken in einer Garage oder einem Parkhaus nicht möglich ist. Niemand möchte, dass es dazu kommt. Die Augen vor der Gefahr zu verschließen, wäre jedoch fatal. Wappnen Sie sich für den Ernstfall und informieren Sie sich über Maßnahmen im Falle eines Hagelschadens. Zunächst stellt sich für Sie die Frage nach der Schwere der Schäden. Am besten informieren Sie sich bei Ihrer Kfz-Versicherung, wie Sie weiter vorgehen sollen.

Denn nicht in jedem Fall übernimmt die Gesellschaft den Schaden. Nur die Teil- und Vollkasko übernehmen bei Hagelschäden am Fahrzeug die Haftung. Ist dieser Punkt geklärt, stellt sich die Frage der Reparaturmethode. Im Wesentlichen gibt es drei Möglichkeiten, eine durch einen Hagelschauer entstandene Delle zu entfernen.

Wer nach einem Hagelschauer sein Fahrzeug erst einmal selbst begutachtet, wird viele Schäden auf den ersten Blick entdecken. Gerade bei einem Auto mit silbernem oder weißem Lack kann es aber schwierig werden, jede Delle zu erkennen. Gleiches gilt für beschmutzte Fahrzeuge. Bevor Sie nach den Schäden suchen, sollten Sie Ihr Auto daher gründlich reinigen.

Hagelschaden reparieren: Ersatzteil, Ausbeulen oder Lackieren?

Lackierung in der Werkstatt. Bildquelle: TÜV Süd
Ist der Schaden sehr groß, könnte ein Austausch der betroffenen Autoteile mehr Sinn machen als deren Instandsetzung. In den meisten Fällen genügt jedoch eine Reparatur völlig. Früher wurden die Dellen gespachtelt und das betroffene Autoteil neu lackiert. Diese Methode ist aufwendig und verursacht entsprechend hohe Kosten.

 

Wesentlich schneller und damit auch kostengünstiger ist das Verfahren der Ausbeulung. In diesem Fall kommen Sie ohne Lackierung aus, wenn der Hagelschaden selbst den Lack nicht zerstört hat. Diese Methode gilt als besonders schonend und hat ihren Ursprung in der Fahrzeugherstellung. Etwaige Schäden während der Produktion wurden mit diesem Verfahren beseitigt.

Im ersten Schritt wird das Auto von den Anbauteilen befreit, die vom Hagel zerstört wurden oder bei der Arbeit stören könnten. Durch eine spezielle Hebeltechnik in Verbindung mit dem Einsatz von Heißklebern werden die Dellen sanft aus der Karosserie herausmassiert und -gezogen. Das Fahrzeug wird nur so weit auseinander gebaut, bis von innen an die zerbeulten Stellen herangekommen werden kann.

Bei kleineren und wenigen Dellen wird auf den Ausbau einzelner Teile ganz verzichtet. Müssen Autoteile ersetzt werden, ist die Qualität der Ersatzteile wichtig. Hier bieten Autoteilehändler mit Filialnetz wie zum Beispiel AutoTeileDirekt einen guten Service.

Wie sieht es mit der Versicherung bei Hagelschäden aus?

Besteht eine Teilkaskoversicherung, sind die Hagel- und Sturmschäden mitversichert. Einzig der vertraglich vereinbarte Selbstbehalt fällt dann noch an. Nach Auskunft des TÜV Nord werden Sie als Versicherte oder Versicherter im Falle eines Hagelschadens auch nicht hochgestuft. Sie sollten für die Behebung des Hagelschadens auf Nummer sicher gehen und sich an zertifizierte Autowerkstätten wenden, die mit den Versicherungen sowie den Automobilherstellern zusammenarbeiten. Die Kfz-Versicherungen werden Ihnen höchstwahrscheinlich die Methode der sanften Ausbeulung vorschreiben.

 

(mm)

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