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Fusion perfekt: Fiat und Chrysler werden eins

10.02.2014 - 08:00

Am 21. Januar hat Fiat die restlichen Anteile von Chrysler übernommen. Damit ist der Weg für einen neuen Mega-Autokonzern frei. Dieser Tage gab Fiat weitere Details zum neuen Gemeinschaftsunternehmen bekannt.

Der Firmensitz wird künftig weder in Turin noch Auburn Hills liegen. Die Niederlande haben dagegen das Rennen gemacht. Außerdem wird es - wohl aus steuerlichen Gründen - einen Unternehmenssitz im Vereinigten Königreich geben. Der Name steht mittlerweile ebenfalls fest - auch wenn er wenig spektakulär daherkommt: Fiat Chrysler Automobiles - kurz FCA - wird der Konzern heißen.

Neuausrichtung des Konzerns wird im Mai bekannt gegeben

Wie der neu geschaffene Konzern auf die Herausforderungen der europäischen und US-amerikanischen Automärkte reagieren wird, bleibt bis Mai noch offen. Erst dann wird Fiat-Boss Sergio Marchionne den neuen Fünf-Jahres-Plan der Öffentlichkeit vorstellen. Einen kleinen Ausblick gab er aber bereits. So soll das Produktportfolio künftig höherwertig werden. Der Konzern will weg vom Massenmarkt - und wird so durch die geplante Neupositionierung vor allem die deutschen Premium-Autobauer wie Audi, BMW und Porsche angreifen wollen.

Fiat war 2009 bei Chrysler eingestiegen und hatte den US-Autobauer damit vor der Insolvenz bewahrt. Ihre Anteile erhöhten die Italiener in den folgenden Jahren stetig. Anfang 2014 erwarb Fiat schließlich das Restpaket der Chrysler-Aktien vom US-Gesundheitsfonds Veba. Fiat wird somit künftig eindeutig Herr im gemeinsamen Haus sein.

Durch die Übernahme hat Fiat Zugriff auf die Geldreserven von Chrysler

Der italienische Autokonzern profitiert schon seit Jahren von Chrysler. Arg gebeutelt durch die Finanz- und Wirtschaftskrise im Heimatland Italien und  großen Teilen des restlichen Europas wies der Autobauer in den Bilanzen für 2013 Verluste aus. Diese konnten nur durch Chryslers Stärke in einen Gesamtgewinn umgemünzt werden. Durch die Fusion sichert sich Fiat zudem die großen Geldreserven von Chrysler - sie sollen Medienberichten zufolge zwölf Milliarden Dollar schwer sein.

(srh)

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