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Vor der Fahrt zur Fußball-EM: Schutz der Kfz-Versicherung prüfen

06.06.2012 - 09:49

Echte Fußball-Fans wollen bei jedem Fußball-Großereignis live dabei sein. Deshalb fahren dieser Tage viele Deutsche mit dem eigenen Wagen zur Fußball-EM nach Polen und die Ukraine. Vor dem Aufbruch sollten sie einen Blick in die Kfz-Versicherungspolice werfen. Nicht immer greift der Versicherungsschutz auch bei Schäden in Osteuropa.

Normalerweise müssen sich deutsche Autofahrer bei Fahrten über die deutsche Grenze hinaus keine Gedanken über ihren Versicherungsschutz machen. Für die Mehrzahl der EU-Länder gilt der Schutz uneingeschränkt. Das kann bei Fahrten in die Gastgeberländer der Fußball-EM 20112 anders sein. Viele Versicherer schließen in den Policen osteuropäische Staaten ausdrücklich aus. Das trifft besonders oft auf die Ukraine zu, die – anders als Polen – nicht zur EU gehört.

Versicherungsschutz erweitern, Grüne Karte beantragen

In der Ukraine liegen zudem die gesetzlich vorgeschriebenen Deckungssummen häufig unter den tatsächlichen Schadenssummen. Der deutsche Fan wird bei einem Unfall eventuell finanziell stark belastet. Daher empfiehlt es sich, vor der Abfahrt den Versicherungsschutz wenn möglich zu erweitern. Ein Rundumschutz auch bei selbstverschuldeten Unfällen und Vandalismus bietet eine Vollkasko-Versicherung mit Einschluss der beiden EM-Austragungsstaaten. Die Laufzeit dieser Kasko-Versicherung kann der Fan dabei auf die Zeit der Fußball-EM-Reise beschränken.

Da die Regelungen für Kfz-Versicherungen weltweit nicht einheitlich sind, sollten deutsche Fans vor der Fahrt in die Gastgeberländer die Internationale Versicherungskarte einpacken. Das wegen seiner Farbe auch Grüne Versicherungskarte genannte Dokument ist für die Einreise in das EU-Land Polen nicht mehr verpflichtend mitzuführen. Bei der Fahrt in die Ukraine sieht das anders aus. Hier ist die Grüne Karte ein Muss. Bei einem Schaden im Ausland erleichtert das Dokument die Abwicklung. Es gilt als Versicherungsnachweis im Ausland und bescheinigt einen Versicherungsschutz nach den im jeweiligen Land geltenden Bestimmungen.

EU-Unfallbericht hilft im Notfall

Auf alle Fälle sollten die Fans auf der Fahrt auch einen EU-Unfallbericht zur Hand haben. Er besteht aus zwei inhaltlich identischen Teilen und ist zweisprachig aufgebaut. Momentan gibt es den Vordruck in elf Sprachen, darunter auch deutsch-polnisch. Eine ukrainische Übersetzung liegt nicht vor, hier muss der Fußball-Fan bei Bedarf auf eine russische zurückgreifen. Der EU-Unfallbericht kann bei der Versicherung kostenlos beantragt werden. Wenn es tatsächlich zu einem Unfall in der Fremde kommt, hilft das standardisierte Formular bei Verständigungsproblemen. Mit ihm kann der Unfall genau festgehalten werden. Das Dokument wird von allen EU-Staaten anerkannt. Eine problemlose Information von Versicherung und Behörden ist damit gewährleistet.

(sr)

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