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Eine Hürde weniger: EU-Kommission legt sich auf Stecker für E-Autos fest

30.01.2013 - 16:17

Das Elektroauto kommt einfach nicht recht vom Fleck. Der fromme Wunsch von Kanzlerin Angela Merkel, bis zum Jahr 2020 eine Million reine E-Autos auf den Straßen umher stromern zu sehen, bleibt nach derzeitigem Stand wohl ein solcher. Zu schnell dreht sich der Teufelskreis negativer Faktoren: Zu teuer, zu langsam, zu geringe Reichweite. Kein Wunder, dass sich Twizy und Konsorten in den Schauräumen der Händler die Räder in die Karosserie stehen und der Ausbau der E-Tanken nicht in die Puschen kommt. Da ist der E-Pionier um jede gute Neuigkeit froh – auch wenn sie von der europäischen Polit-Bühne kommt.

Wie unter anderem die Onlineausgabe des Handelsblatts am Montag berichtete, hat sich die Europäische Kommission nach jahrelanger Diskussion endlich auf einen  Stecker-Typ als Standard festgelegt, der in ihrem Hoheitsgebiet künftig für die Betankung - Verzeihung, Bestromung - von E-Autos verwendet werden soll. Gewinner ist der "Typ-2-Stecker": Das freut die deutschen Autobauer, hat sich damit doch der deutsche Vorschlag im Normverfahren durchgesetzt. Hierzulande ist er bereits in den E-Modellen im Einsatz - die Automobilhersteller müssen also nicht umrüsten.

E-Stecker-Bekenntnis bringt Autobauern ein Stück Planungssicherheit

Damit ist für die Autobranche die Zeit der Unsicherheit bezüglich der richtigen Stromstecker-Vorrichtung in ihren Autos vorbei - und damit eine der zahlreichen kleineren und größeren Hürden auf dem Weg zu einem fast lautlosen und ökologisch wertvollen Dahingleiten im Spaßmobil von morgen übersprungen.

Wenn die Elektro-Autos nun noch mehr Lade-Power für deutlich mehr Reichweite bei flotter Fahrt in die Batterien bekommen, könnte zum Beispiel der geneigte Fußballfan zur EM 2020 in alle 13 europäischen Austragungsländer mit dem E-Auto fahren und überall einfach den Stecker in die - hoffentlich bis dahin überall verfügbaren - Stromtanksäulen stecken, ohne erst mühsam den richtigen Adapter aus dem Kofferraum heraus zu suchen.

Weltweit sind nur noch zwei verschiedene Systeme im Einsatz

Mit der Entscheidung der Europäischen Kommission sind weltweit nur noch zwei Stecker-Typen im Rennen. In Japan und den USA wird aufgrund der dortigen Hausinstallationen ein einphasiger Stecker bevorzugt. Der europäische Typ-2-Stecker dagegen unterstützt sowohl das ein- als auch das dreiphasige Laden. Damit kann deutlich mehr Strom in kürzerer Zeit durch das Stromkabel in den "Tank" der E-Autos fließen.

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(srh)

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