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Der Marder – ein natürlicher Feind der Automobile?

04.11.2009 - 22:45

Jeder kennt die ungefährlichen Spuren nächtlicher Marderstreifzüge: Pfotenabdrücke auf der Motorhaube und auf dem Autodach. Die Marder nutzen gerne die Motorwärme von im Freien stehenden Fahrzeugen und verkriechen sich dann im Motorraum. Gefährlich wird es, wenn Kabel angeknabbert werden, was zu erheblichen Schäden führen kann. Die verschiedenen Kabel und Schläuche im Motorraum – Bremsschlauch, Kühlwasserschlauch, Zündkabel, Kabel der Lambda-Sonde – üben eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf die flinken Säugetiere aus.

Man wird von dem beschädigten Kabel zuerst gar nichts bemerken, es sei denn, man besitzt ein modernes Fahrzeug, das über den Bordcomputer meldet: „Bitte suchen Sie zur Motordiagnose eine Werkstatt auf!“. Dort lassen sich die beschädigten Kabel recht schnell finden und austauschen, auch wenn die Beschädigungen durch die winzigen Zähne der Marder oftmals nicht sehr groß sind.

Werden die beschädigten Kabel nicht umgehend erneuert, kann dies zu erheblichen Motorschäden oder Schäden am Katalysator führen. Im schlimmsten Fall, wenn beispielsweise die Bremsleitung defekt ist, kann so auch ein folgenschwerer Unfall ausgelöst werden.

Glücklicherweise bieten viele Autoversicherungen in der Kaskodeckung den Einschluss von Marderschäden an. Aber auch hier gibt es Unterschiede. Bei vielen Kfz-Versicherungen sind in den Basis-Tarifen nur die reinen Schäden an Kabeln, Manschetten und Dichtungen versichert. Folgeschäden sind in der Regel nur bei den Komfort-Tarifen bis zu einer Höhe von einigen Tausend Euro mitversichert. Hier lohnt sich der genaue Vergleich der einzelnen Versicherungstarife und die Prüfung der aktuellen Autoversicherung. Dies gilt insbesondere, wenn man in einem mardergefährdeten Gebiet wohnt und sein Auto im Freien parken muss.

(al)

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