0800 - 24 24 123
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

Autofarben 2013 - so fährt Deutschland

02.06.2014 - 15:00

Deutschland ist ziemlich trist. Zumindest, wenn es um Autofarben geht. Hierzulande dominieren nach wie vor gedeckte Töne das Straßenbild. Im Ausland wandelt sich dies langsam.

Mini mit Zweifarblackierung.
Der Verband der Automobilindustrie (VDA) muss es wissen und hat Zahlen zum tristen Farbeneinerlei der Deutschen parat. 2013 domminierte die „Unfarbe“ schwarz einmal mehr die Neuzulassungen in der Bundesrepublik. 28,4 Prozent sind eine deutliche Farbenlehre.

Die danach beliebtesten Farben sind auch keine Überraschung: Silber und Grau kommen zusammen auf 27,9 Prozent. Gähn. Die Statistik etwas aufhellen können immerhin die fast 18 Prozent Neuwagen, die im vergangenen Jahr in weiß an die Kunden ausgeliefert und zugelassen wurden.

Weiß? Die Farbe war seit Jahrzehnten total out. Doch nun gibt sie ihr Comeback. Ein gar nicht so abwegiger Auslöser könnten die Produkte einer Firma sein, die selbst gar keine Autos baut – und einen angebissenen Apfel als Logo hat.

Der Apple-Effekt wirkt auch auf die Autofarbe

Apple verpackt seine als formschön, hipp und revolutionär gebrandmarkten Elektronikartikel seit langem in unschuldiges Weiß. Das färbt ab. Die Wagenfarbe soll nun auch die Coolness und den technologischen Fortschritt unterstreichen und auf den Besitzer beziehungsweise Fahrer abfärben.

Die Autobauer sind längst auf den Trend aufgesprungen. Bei Premieren und in den Anzeigen stehen die Autos immer häufiger in strahlendem weiß vor dem Publikum.

Und wie sieht es mit „richtigen“ Farben aus? Auch die kommen langsam in Mode. Vor allem bei den Klein- und Kompaktwagen darf es peppig sein – und gerne auch zweifarbig. Die Kundschaft dieser Fahrzeugklassen  ist zumeist jung, urban – und will, dass das eigene Auto den Charakter des Fahrers widerspiegelt. Deshalb werden Mini, Opel Adam, Fiat 500, Smart, Suzuki Swift und wie sie alle heißen vermehrt in grellen Frühlings- und Sommertönen verlauft. Gerade beim Mini ist auch die Zweifarblackierung fast schon Pflicht als Kür.

Geschäftsautos werden weiter langweilige Farbkleider tragen

Bei den gehobenen Limousinen wird sich dieser Mut zu mehr Farbe aber wohl nicht durchsetzen. Der Grund ist denkbar einfach. Ein hoher Prozentsatz von ihnen ist hierzulande geschäftlich unterwegs. Und Geschäftsautos sollen seriös daher rollen. Eine quietschgelbe S-Klasse für den Versicherungsvertreter. Der Pharma-Lobbyist im grasgrünen Audi A8? Passt nicht.

Zudem zeigen laut der Online-Nachrichtenplattform Heise mehrere Studien der bekannten Gebrauchtwagenportale, dass sich Autos ab einem gewissen Preissegment in gedeckten Farben besser und zu einem höheren Preis wiederverkaufen lassen als ihre Pendants in originellen Farbtönen. Und gerade Unternehmen und Flottenbetreiber denken bereits beim Autokauf an den Wiederverkaufswert.

(srh)

Weitere Artikel: